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Planung B32 Verlegung bei Niederbiegen
Teilprojekt
BA II: Verlegung der B 32 bei Niederbiegen
Verlegung der B 32

- Istzustand
- 1-bahniger Neubau der B 32 mit insgesamt 2 Fahrstreifen
- Bedarfsplanung
- Planung
- Verlauf
- Informationsmaterial
Istzustand
Die 1-bahnige, 2-streifige B 32/L 317 umfährt Niederbiegen heute im Süden. Mit zwei Brücken überspannt sie die Bahnstrecke Ulm–Friedrichshafen, die Wolfegger Ach und die B 30 neu. An die B 30 besteht ein Anschluss. Die Verkehrsfreigabe erfolgte am 19. September 1986. Zu diesem Zeitpunkt war die B 30 neu jedoch noch nicht fertiggestellt. Die neue Strecke ersetzte die alte Trasse mit Bahnübergang in Niederbiegen.
1-bahniger Neubau der B 32 mit insgesamt 2 Fahrstreifen
| Projekt-Nr. | - |
| Teilprojekte | - |
| Ersatzplanung | - |
| Lage | TK 8123 Baden-Württemberg Region Bodensee-Oberschwaben Landkreis Ravensburg |
| Ziele | Anschluss an die B 30 neu, Umfahrung von Baienfurt-Niederbiegen und Beseitigung des Bahnübergangs der B 32 mit der Südbahn |
| Zuständigkeit | Regierungspräsidium Tübingen |
| Status | Das Projekt ist seit 1986 fertiggestellt und unter Verkehr |
| Länge | 2,2 km |
| Baukosten | 13 Mio. DM |
| Planung | Das Projekt ist seit 1986 fertiggestellt und unter Verkehr |
| Planfeststellung | 05. Oktober 1979 |
| Bauvorbereitung | - |
| Baubeginn | 24. April 1983 |
| Verkehrsfreigabe | 19. September 1986 |
| Bauabschnitte | - |
| Bauwerke | ▪ 4 Brückenbauwerke |
Planung
Erste Planungen für Ortsumfahrungen im Schussental gehen auf das Jahr 1936 zurück. Diese Pläne gelangten zunächst nicht zur Ausführung und berücksichtigten auch noch keine Verlegung der B 32. Nachdem die konkreten Planungen Anfang der 1960er-Jahre wieder aufgenommen worden waren, genehmigte der Bundesminister für Verkehr 1968 den generellen Vorentwurf. Eine wesentliche Erleichterung für die weitere Planung ergab sich 1969, als die Landesregierung von Baden-Württemberg darauf verzichtete, den bis dahin geplanten Donau-Bodensee-Kanal in den Landesentwicklungsplan aufzunehmen.
Nachdem 1973 das Planfeststellungsverfahren zur Verlegung der B 30 zwischen dem Egelsee bei Baindt und Ravensburg-Eschach eingeleitet worden war, folgten im Mai 1975, im Oktober 1978 und im Januar 1979 die Erörterungsverhandlungen. Am 5. Oktober 1979 stellte das Regierungspräsidium Tübingen die Planung fest. Diese umfasste auch den Bauabschnitt II mit der einbahnigen Verlegung der B 32 bei Niederbiegen.
Im dritten Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen vom 25. August 1980 war das Projekt mit der höchsten Dringlichkeit eingestuft.
Da die Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes von 1976 im ursprünglichen Verfahren nicht berücksichtigt worden waren, konnte die Planung zunächst nicht umgesetzt werden. Der Planfeststellungsbeschluss stand unter dem Vorbehalt, dass für die einzelnen Bauabschnitte nachträglich landschaftspflegerische Begleitpläne aufzustellen waren. Die Straßenbauverwaltung reichte diese für die Bauabschnitte II, III und IV bis 1983 nach. Der ergänzende Planfeststellungsbeschluss wurde am 1. März 1988 erlassen.
Gegen die Planung erhoben mehrere Betroffene Klage, insbesondere wegen der Auswirkungen auf die Landwirtschaft, den Naturschutz im Bereich des Föhrenrieds und die geplante Führung durch den Altdorfer Wald. Am 26. Februar 1991 gab der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg der Klage statt und hob den Planfeststellungsbeschluss für den Bauabschnitt IV auf. Für die Bauabschnitte II und III wurde der Beschluss rechtskräftig.
Obwohl das ergänzende Planfeststellungsverfahren noch nicht abgeschlossen war, begannen am 24. April 1983 die Bauarbeiten bei Niederbiegen. Es wurden zwei große Brücken errichtet. Die erste, 208 m lang, ermöglicht die Überquerung der Bahnlinie Ulm–Friedrichshafen und der Wolfegger Ach. Die zweite, 73 m lang, überquert die neue B 30. Am 19. September 1986 erfolgte die Verkehrsfreigabe. Die alte Strecke wurde rekultiviert.
Der östlich der B 30-Anschlussstelle Weingarten neu errichtete Streckenabschnitt wurde nach dem Bau der B 30 neu Niederbiegen–Egelsee zur Landesstraße 317 abgestuft. Der westliche Streckenabschnitt ist weiterhin als B 32 gewidmet.
Verlauf
Die neue Strecke verläuft südlich der B 32 alt und umgeht die Ortslage von Baienfurt-Niederbiegen. Sie ist rund 2,2 km lang und kostete rund 13 Millionen Deutsche Mark.
Literatur
- Franz Fischer: Bundesstraße 30 - Geschichte, Bad Waldsee 2025, ISBN 978-9-4038-4773-3
- Franz Fischer: Vergessene Hauptachse, Bad Waldsee 2020, ISBN 978-3-7526-6238-2
Seite erstellt am: 30. Juni 2025