Ausbaustandards


Ausbaustandards der Bundesstraße 30 in Oberschwaben


Die Bundesstraße 30 wird seit 1822 mit erheblichen zeitlichen Verzögerungen neu errichtet, ausgebaut und modernisiert. Sie weist sehr unterschiedliche Ausbaustandards auf.

Aktuell sind von der rund 102 km langen Strecke rund 55,8 km autobahnähnlich (2-bahnig, 4-streifig) ausgebildet. Weitere 0,7 km verlaufen 2-bahnig, 4-streifig mit höhengleichen Anschlüssen innerorts. Rund 6,6 km sind im Regelquerschnitt 11,5+ (1-bahnig, 3-streifig) ausgeführt. Die übrigen ca. 38,9 km sind zweistreifig (1-bahnig, 2-streifig).

In den 1-bahnig, 2-streifigen Streckenabschnitten weist die B 30 eine Fahrbahnbreite von 6,30 ‑ 8,60 Meter auf, innerorts bis zu 10,05 Meter, jedoch im Mittel von 7,50 Meter. Zum Vergleich verfügen 76,2% der zweistreifigen Bundesstraßen in Deutschland über eine Fahrbahnbreite von 7 ‑ 11 Meter[1]. Die Fahrbahnbreite der B 30 ist daher als durchschnittlich zu bewerten. Je nach Streckenabschnitt sind die 1-bahnig, 2-streifigen Streckenabschnitte mit und ohne Abbiegestreifen, teilweise mit provisorischen Abbieggestellen ausgeführt. Es existieren sowohl höhengleiche, als auch höhenungleiche Anschlüsse. Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen existieren an Auf- und Ausfahrten der 1-bahnig, 2-streifigen Streckenabschnitte größtenteils nicht.

In den 1-bahnig, 3-streifigen Streckenabschnitten ist die B 30 im Regelquerschnitt 11,5+ ausgeführt. Kreuzende Straßen sind teilweise plangleich angebunden. Diese Ausführung entspricht schon seit Jahren nicht mehr dem Stand der Technik: Das technische Regelwerk sieht für oberzentrale Verbindungen für 3-streifige Streckenabschnitte heute generell den Regelquerschnitt 15,5 vor, der aus Gründen der Verkehrssicherheit über eine grün markierte Trennfläche (verkehrstechnischer Mittelstreifen) zwischen den Fahrtrichtungen verfügt. Zudem sollten 3-streifige Streckenabschnitte auf oberzentralen Achsen verkettet und nicht unterbrochen sein. Das technische Regelwerk sieht bei kreuzenden Straßen zudem eine (teil)planfreie Führung vor, die ähnlich den Anschlussstellen von Autobahnen mit Verzögerungs- und Beschleunigungsstreifen ausgebildet sind[2].

Auch in den 2-bahnig, 4-streifigen Streckenabschnitten finden sich sehr unterschiedliche Ausbaustandards. Abschnittsweise ist die B 30 mit und ohne Standstreifen errichtet. Die Breiten von Fahrbahnen, Stand-, Rand- und Mittelstreifen variieren ebenfalls stark. Auf einzelne Streckenabschnitte sind Nothaltebuchten angelegt.

Entsprechend uneinheitlich ist die Trassierung.


[1] Vgl. Verkehr in Zahlen 2017/2018, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
[2] Vgl. Richtlinien für die Anlage von Landstraßen, ISBN 978-3-86446-039-5


Seite erstellt am: 28. Dez. 2018
Letzte Aktualisierung: 08. Feb. 2019