Planung Baindt/Egelsee - Eschach


Hauptprojekt
B 30 Baindt/Egelsee - Ravensburg/Eschach
Große Ortsumfahrung Ravensburg
6 Teilprojekte

 
Planung Baindt/Egelsee - Eschach

2-bahniger Neubau der B 30 mit insgesamt 4 Fahrstreifen

Teilprojekte  
Ersatzplanung Keine
 
Lage TK 8123, TK 8124, TK 8223
Baden-Württemberg
Region Bodensee-Oberschwaben
Landkreis Ravensburg
 
Zuständigkeit Regierungspräsidium Tübingen
 
Länge 25,9 km
 
Baukosten 331,4 Mio. DM + 85,0 Mio. Euro
 
Baubeginn 1838
Korrektion von Ravensburg nach Friedrichshafen
1-bahnig, schmale Fahrbahn (19,5 km) Ausbau als St 49

1931
Verlegung bei Weißenbach, Weingartshof, Torkenweiler, Sickenried und Oberhofen
1-bahnig, schmale Fahrbahn (4,5 km) als St 49
 
1933
Ortsumfahrung Baindt
1-bahnig, schmale Fahrbahn (1,5 km) als FVS 30
 
1950er-Jahre
Baindt - Baienfurt - Weingarten - Ravensburg - Eschach
1-bahnig, 2-streifig (13,7 km) Ausbau als B 30
 
1956
Gaisbeuren - Baindt
1-bahnig, 2-streifig (7,0 km) Ausbau als B 30

1971
Ausbau Ortsdurchfahrt Weingarten und Ravensburg
2-bahnig, 4-streifig (7,4 km) Ausbau als B 30

1978
Ortsumfahrung Baindt
1-bahnig, 4-streifig (2,0 km) Ausbau als B 30
 
1981
BA I - Verlegung der B 33 bei Ravensburg, Umfahrung Weststadt
1-bahnig, 2-streifig (3,0 km) als B 33
 
1983
BA II - Verlegung der B 32 bei Niederbiegen
1-bahnig, 2-streifig (2,2 km) als B 32
 
1983
BA III - Neubau der B 30 Niederbiegen - Ravensburg-Nord
2-bahnig, 4-streifig (3,7 km) als B 30
 
1990
BA V - Neubau der B 30 Ravensburg-Nord - Ravensburg-Süd
2-bahnig, 4-streifig (3,8 km) als B 30
 
1998
BA IV - Neubau der B 30 Niederbiegen - Egelsee (Nordbogen)
2-bahnig, 4-streifig (7,7 km) als B 30
 
2013
BA VI - Neubau der B 30 Ravensburg-Süd - Eschach („B 30-Süd“)
2-bahnig, 4-streifig (3,350 km) als B 30
1-bahnig, 2-streifig (2,179 km) als B 30 und B 467
 
Verkehrsfreigabe 1841
Korrektion von Ravensburg nach Friedrichshafen
1-bahnig, schmale Fahrbahn (19,5 km) Ausbau als St 49

1933
Ortsumfahrung Baindt
1-bahnig, schmale Fahrbahn (1,5 km) als FVS 30
 
1937
Verlegung bei Weißenbach, Weingartshof, Torkenweiler und Sickenried und Oberhofen 
1-bahnig, schmale Fahrbahn (4,5 km) als R 30
 
1950er-Jahre
Baindt - Baienfurt - Weingarten - Ravensburg - Eschach
1-bahnig, 2-streifig (13,7 km) Ausbau als B 30
 
1956
Gaisbeuren - Baindt
1-bahnig, 2-streifig (7,0 km) Ausbau als B 30
 
1971
Ausbau Ortsdurchfahrt Weingarten und Ravensburg
2-bahnig, 4-streifig (7,4 km) Ausbau als B 30
 
1978
Ortsumfahrung Baindt
1-bahnig, 4-streifig (2,0 km) Ausbau als B 30
 
1986
Umwidmung des Marienplatzes in Ravensburg
zur Fußgängerzone
 
BA II - Verlegung der B 32 bei Niederbiegen
1-bahnig, 2-streifig (2,2 km) als B 32
 
1987
BA I - Verlegung der B 33 bei Ravensburg, Umfahrung Weststadt
1-bahnig, 2-streifig (3,0 km) als B 33
 
1989
BA III - Neubau der B 30 Niederbiegen - Ravensburg-Nord
2-bahnig, 4-streifig (3,7 km) als B 30
 
1995
BA V - Neubau der B 30 Ravensburg-Nord - Ravensburg-Süd
2-bahnig, 4-streifig (3,8 km) als B 30
 
2001
BA IV - Neubau der B 30 Niederbiegen - Egelsee (Nordbogen)
und Außerdienststellung der alten Ortsumfahrung Baindt
2-bahnig, 4-streifig (7,7 km) als B 30
 
2018
BA VI - Neubau der B 30 Ravensburg-Süd - Eschach („B 30-Süd“)
von AS Karrer bis Untereschach
1-bahnig, 2-streifig (1,5 km) als B 30
 
2019
BA VI - Neubau der B 30 Ravensburg-Süd - Eschach („B 30-Süd“)
von Untereschach bis B 467 alt
1-bahnig, 2-streifig (0,679 km) als B 467
 
2019
BA VI - Neubau der B 30 Ravensburg-Süd - Eschach („B 30-Süd“)
von AS Ravensburg-Süd bis AS Karrer
2-bahnig, 4-streifig (3,350 km) als B 30
 
Status Vollständig unter Verkehr seit Dezember 2019.


Das Projekt

Auf 1936 gehen erste Planungen einer Umgehung der Orte Ravensburg, Weingarten und Baienfurt zurück. Die spätere „B 30-Süd“ von Ravensburg-Süd bis Ravensburg/Eschach war nicht Bestandteil dieser Pläne: Bereits 1931–1937 erfolgte eine Verlegung bei Weißenbach, Weingartshof und Torkenweiler.

Die schließlich erbaute B 30 neu geht auf die Planung der Sechzigerjahre des 20. Jahrhunderts zurück. 1969 stellte das Bundesministerium für Verkehr die Pläne vor, langfristig eine leistungsfähige Hauptachse von Günzburg über Neu-Ulm, Biberach an der Riß und Ravensburg bis Friedrichshafen zu errichten. Die erfolgte Linienbestimmung sah weitgehend einen Ausbau der B 30 vor. Jedoch auch eine Umfahrung von Baindt, Baienfurt, Weingarten und Ravensburg auf einer neuen westlichen Trasse. In diesem Zuge erfolgte 1969 die Linienbestimmung durch den Bundesminister für Verkehr. 1979 erfolgte die Planfeststellung, die jedoch auf einzelnen Bauabschnitten aufgehoben und in späteren Jahren neu erarbeitet wurde.

Erbaut wurde die neue Bundesstraße zum Teil auf der Trasse des aufgegebenen Donau-Bodensee-Kanals. Im Rahmen der einzelnen Bauabschnitte wurden mehrere Zubringer errichtet.

 

Das Projekt war umfangreich und in sechs Bauabschnitte (BA) gegliedert:

 

Im Rahmen des Projektes entstanden Umfahrungen für:

  • Baindt-Marsweiler
  • Baindt, die alte Trasse verlief bereits in Ortsrandlage
  • Baienfurt
  • Niederbiegen
  • Weingarten/Württemberg
  • Ravensburg, dabei
    • Umfahrung Weststadt
    • Umfahrung Nordstadt
    • Umfahrung Kernstadt, eine innerörtliche Umfahrung der Innenstadt bestand bereits
    • Umfahrung Südstadt

  • Weißenau, wurde bereits tangiert
  • Weingartshof, wurde bereits tangiert
  • Torkenweiler, wurde bereits tangiert
  • Sickenried, wurde bereits tangiert
  • Oberhofen, wurde bereits tangiert
  • Obereschach
  • Untereschach
  • Oberzell

Durch eine stärkere Bündelung der Verkehre auf die B 30 wurde zudem die L 284 von Aulendorf bis Weingarten entlastet. Dies kam den Orten, Weilern und Gehöften zu Gute: Zollenreute, Multer, Röschen, Mochenwangen und Merkenmoos. Jedoch wurden dadurch die Orte Bad Waldsee-Reute, Bad Waldsee-Gaisbeuren und Bad Waldsee-Enzisreute zusätzlich belastet.

Die Projektplanung ist seit 2005 mit dem Erlass des letzten Planfeststellungsbeschlusses abgeschlossen. Alle Bauabschnitte (BA I–VI) sind seit Ende 2019 fertiggestellt und unter Verkehr.

Begleitet wurde das Projekt von Protesten aus der Bevölkerung und der Naturschutzverbände. Besonders umstritten waren die Bauabschnitte IV (Naturschutz, Landwirtschaft, Anlieger, Geschäftsinhaber), V (Anlieger, Geschäftsinhaber) und VI (Naturschutz, Anlieger). Klagen und Petitionen verzögerten das Projekt um Jahrzehnte, konnten es schließlich aber nicht verhindern.

 


Alle Planungen

Letzte Aktualisierung: 30. Sep. 2026
Seite erstellt am: 03. März 2021