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(Meckenbeuren) - Die Gemeinde Meckenbeuren plant an der B 30 im Ortsteil Reute ein großes Wohngebiet mit rund 300 Wohneinheiten. Beim neuen Wohngebiet zwischen dem Blumenweg und der Bundesstraße entschieden sich die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung für die Entwurfsvariante, die weiterentwickelt werden soll.
Auf der Fläche von 38.000 Quadratmetern soll möglichst viel Wohnraum entstehen, gleichzeitig aber möglichst wenig Fläche versiegelt werden. Das neue Wohngebiet soll gut durchgrünt sein und ein lebenswertes Mikroklima, wohnverträgliche Temperaturen sowie einen sicheren Überflutungsschutz bieten. Angedacht sind ein Schwammstadtquartier, eine E-Ladeinfrastruktur, eine zukunftssichere Wärmeversorgung mit regenerativen Energiequellen und vieles mehr. Entlang der B 30 soll ein effektiver Lärmschutz entstehen.
Kernpunkt der Diskussion im Gemeinderat waren die Straßen und Parkplätze. Von vornherein ausgeschlossen hatte die Verwaltung eine zentrale Tiefgarage, weil sie zu teuer geworden wäre. Auch Vorschläge, die umliegenden Wohngebiete mit Verkehr zu belasten, werden erst einmal nicht weiterverfolgt.
In der Variante C1 der Vorentwürfe, für die sich die Gemeinderäte entsprechend der Ratsvorlage mit 19 Ja-Stimmen und einer Enthaltung als Vorzugsvariante entschieden, sind über 30.000 Quadratmeter für Baufelder vorgesehen. Das würde eine Bruttogeschossfläche von gut 32.000 Quadratmetern und bei einer angenommenen Wohnungsgröße von 90 Quadratmetern pro Wohnung rein rechnerisch 292 Wohnungen ergeben. Vor allem entlang der B 30 ist eine stark verdichtete Bebauung vorgesehen. Nur entlang des Blumenwegs sind auch Reihenhäuser oder Doppelhaushälften angedacht.
Das Quartier soll durch eine eigene Zufahrt von der B 30 aus erschlossen werden. Diese könnte gegenüber der Supermarkteinfahrt liegen. Im Inneren soll das Wohnquartier durch einen Ring erschlossen werden, der den Blumenweg mit einbindet. Die Gemeinde hofft auf eine Ausnahmegenehmigung und die Möglichkeit einer direkten Zufahrt von der Bundesstraße. Das Regierungspräsidium Tübingen habe diese Möglichkeit unter bestimmten Voraussetzungen in Aussicht gestellt. Die Gemeinde muss jedoch die Notwendigkeit der Zufahrt nachweisen und die Leistungsfähigkeit der anderen Anschlussstraßen prüfen lassen. Die entsprechende Untersuchung kostet die Gemeinde laut Beschlussvorlage gut 21.000 Euro.