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(Meckenbeuren) - Die Verkehrssituation in Meckenbeuren sorgt für erheblichen Unmut. Das zeigt der aktuelle Heimatcheck der „Schwäbischen Zeitung“. Rund 200 Teilnehmer aus Meckenbeuren bewerteten die Zufriedenheit mit der Verkehrssituation auf einer Skala von 1 bis 10 lediglich mit 3,85 Punkten. Damit liegt die Gemeinde deutlich unter dem Durchschnitt aller Befragten im gesamten Verbreitungsgebiet der Zeitung von 5,60 Punkten.
Besonders der tägliche Berufsverkehr belastet den Ort. „Die Verkehrssituation ist miserabel. Eine Hauptstraße ohne Ausweichmöglichkeit, durch die sich der Berufsverkehr von und nach Ravensburg und Friedrichshafen quält. Dauerstau morgens und abends“, beschreibt ein Teilnehmer die Situation. Andere sprechen davon, dass die Einheimischen im Verkehr „ersticken“. Der Verkehr wird in weiteren Rückmeldungen als „größter Nachteil der Region“ bezeichnet.
Hoffnung auf B 30 neu
Eine langfristige Entlastung soll die geplante B 30 neu bringen. Bürgermeister Georg Schellinger berichtete zuletzt über Fortschritte im Verfahren. Das Regierungspräsidium Tübingen arbeitet derzeit die Stellungnahmen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Umweltverträglichkeitsprüfung und zur Linienbestimmung in der Schlussredaktion auf.
Nach aktuellem Zeitplan soll die Linienbestimmung bis Anfang 2027 abgeschlossen werden. Schellinger setzt zudem Hoffnungen auf das neue Infrastruktur-Zukunftsgesetz des Bundes. Es könnte dazu beitragen, die Planung und Genehmigung zu beschleunigen.
Radschnellweg soll Radverkehr stärken
Neben dem motorisierten Verkehr beschäftigt die Gemeinde auch die Situation für Radfahrer. Entlang der B 30 fehlt auf der rechten Seite ein durchgehender Radweg. Einen Radweg unmittelbar entlang der Durchgangsstraße sei keine attraktive Lösung, beklagt ein anderer Teilnehmer.
Abhilfe soll der geplante Radschnellweg Baindt – Friedrichshafen schaffen. Nach Angaben von Bürgermeister Schellinger wurde die Planung für den ersten Abschnitt bereits beauftragt. Dieser soll vom Funkenweg in Gerbertshaus in Richtung Flughafen und weiter nach Friedrichshafen führen.