27.03.2024 - 00:44 Uhr
Franz Fischer
Nr. 8560
193

Sanierungsprogramm 2024 vorgestellt

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(Stuttgart) - Die Landesregierung beabsichtigt in diesem Jahr im Bundes- und Landesstraßennetz insgesamt rund 280 neue Erhaltungsmaßnahmen zu beginnen. Dafür investieren Bund und Land voraussichtlich 386 Millionen Euro.

„In Baden-Württemberg wird das Bundes- und Landesstraßennetz weiterhin umfangreich saniert. Wir setzen die zur Verfügung stehenden Erhaltungsmittel auch in diesem Jahr effektiv ein“, erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) anlässlich der Vorstellung des Sanierungsprogramms für das Jahr 2024. Durch den im Jahr 2011 vollzogenen Paradigmenwechsel „Erhaltung und Sanierung vor Umbau, Ausbau und Neubau“ und der damit verbundenen Schwerpunktsetzung auf Erhaltungsmaßnahmen wurde erreicht, dass der Zustand des Bundes- und des Landesstraßennetzes in den letzten rund zehn Jahren weitgehend konstant geblieben ist.

 

Hermann fordert Maut auf Landes- und Kommunalstraßen
„Aktuelle Zustandsdaten zeigen, dass das Umsteuern beim Straßenbau vor mehr als einer Dekade notwendig und richtig war. In den kommenden Jahren wird der Sanierungsbedarf deutlich steigen. Zahlreiche Bauwerke aus den Boomer-Jahren des Straßenbaus (1960er und 1970er Jahre) werden abgängig oder umfassend sanierungsbedürftig. Vor allem die Brücken müssen in den nächsten Jahren in großem Umfang ertüchtigt und erneuert werden“, sagte Minister Hermann.

Minister Hermann betonte weiter: „Dies erfordert erhebliche zusätzliche Mittel, wenn wir Einschränkungen und Sperrungen vermeiden wollen. Eine bedarfsgerechte Finanzierung des Landesstraßennetzes in Baden-Württemberg kann mit einer neuen Einnahmequelle wie einer Lkw-Maut auf Landes- und Kommunalstraßen gelingen.“

 

Sanierungsprogramm 2024
Der Bund stellt in diesem Jahr voraussichtlich rund 221 Millionen Euro für die Erhaltung des Bundesstraßennetzes dem Land Baden-Württemberg zur Verfügung. Das Land investiert im Jahr 2024 voraussichtlich rund 165 Millionen Euro zur Erhaltung des Landesstraßennetzes. Auf dieser Grundlage umfasst das Sanierungsprogramm 2024 landesweit mehr als 150 Erhaltungsmaßnahmen, bei denen vor allem die Erneuerung der Fahrbahndecke im Vordergrund steht. In diesem Jahr ist an Bundesstraßen die Sanierung von mehr als 150 Kilometer Fahrbahnen sowie an Landesstraßen die Sanierung von knapp 250 Kilometer Fahrbahnen vorgesehen. Darüber hinaus sind im Sanierungsprogramm mehr als 130 Bauwerkssanierungen enthalten: Rund 80 Brücken sowie weitere Bauwerkssanierungen an Tunneln, Stütz- und Lärmschutzwänden.

 

Kein Bedarf bei Bad Waldsee
Besonders hervorzuheben sei im Jahr 2024 im Landkreis Ravensburg die geplante Fahrbahnsanierung der B 30 im Schussental zwischen der Anschlussstelle Ravensburg-Nord und Weingarten auf einer Länge von rund 3,5 Kilometern in beiden Fahrtrichtungen, obwohl diese erst vor wenigen Jahren saniert wurde. Die Arbeiten sind von September bis Oktober 2024 vorgesehen. Die Kosten für die Erhaltungsmaßnahme belaufen sich voraussichtlich auf rund 3,0 Millionen Euro und werden vom Bund getragen. Keinen Sanierungsbedarf sieht das Land weiterhin bei Bad Waldsee, insbesondere in Gaisbeuren.

Insgesamt beabsichtigt das Land folgende Maßnahmen:

  • B30 Instandsetzung der Brücke über die Schussen und einen Kanal bei Ravensburg
  • B30 FDE Donaustetten - Laupheim-Nord (Richtung Biberach)
  • B30 Instandsetzung der Brücke über einen Feldweg bei Ulm
  • B30 Instandsetzung der Brücke der L266 bei Maselheim-Äpfingen
  • B30 FDE AS Wiblingen-Ulm (Auffahrtsast)
  • B30 FDE AS Ravensburg-Nord - AS Weingarten

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