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06.02.2020    18:25 Uhr   -   von Franz Fischer   -   Nr. 6914   -   175

Regierungspräsidium stellt Straßenbaubilanz 2019 vor

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(Tübingen) - Im Regierungsbezirk Tübingen wurden im letzten Jahr rund 142 Millionen Euro in Bundesstraßen und Bundesautobahnen investiert. Hinzu kommen Investitionen in Landesstraßen von über 59 Millionen Euro. Insgesamt wurden über 200 Millionen Euro für Bundes- und Landesstraßenprojekte und auch für das Radwegenetz im Regierungsbezirk aufgewendet.

Ein Schwerpunkt der Investitionen im Regierungsbezirk lag im vergangenen Jahr bei der Erhaltung der Straßeninfrastruktur. Es wurden rund 80 Millionen Euro in 60 Erhaltungsmaßnahmen und in Bauwerke an Autobahnen sowie Bundes- und Landesstraßen investiert. Hinzu kamen kleinere Maßnahmen, wie zum Beispiel die Erneuerung von Schutzplanken, Beschilderungen, Markierungen, Entwässerungseinrichtungen, Signalisierungen oder von Fels- und Hangsicherungen sowie die Behebung von punktuellen Schadstellen.

Der Neu-, Um- und Ausbau der Straßeninfrastruktur stand 2019 im Fokus. Schwerpunkte waren etwa der noch laufende Ausbau der A 8 zwischen Hohenstadt und Ulm-Nord, der ebenfalls noch laufende Neubau der B 28 zwischen Rottenburg und Tübingen sowie die inzwischen abgeschlossenen Neubauten der Ortsumfahrungen Ravensburg im Zuge der B 30, Überlingen im Zuge der B 31 und Grafenberg im Zuge der B 313. Hohe Investitionen erfolgten auch in den ebenfalls abgeschlossenen Ausbau der B 32 zwischen Altshausen und Vorsee mit rund 9 Millionen Euro. Bei den Landesstraßen wurden im letzten Jahr allein für den noch laufenden Neubau der L 268-Ortsumfahrung Pfullendorf rund 5 Millionen Euro und für den abgeschlossenen Neubau der L 288-Ortsumfahrung Esenhausen knapp 4 Millionen Euro ausgegeben.

Das Radwegenetz an Bundes- und Landesstraßen im Regierungsbezirk konnte für rund 4,5 Millionen Euro erweitert und verbessert werden. Zusätzlich zu diesen Investitionen konnte das Regierungspräsidium im letzten Jahr noch Zuwendungen von rund 8,5 Millionen Euro an Landkreise, Städte und Gemeinden für deren Straßen- und Radverkehrsinfrastruktur vergeben.

Im Jahr 2020 werden laufende Aus- und Neubauprojekte sowie Erhaltungsmaßnahmen fortgesetzt oder abgeschlossen. Mit dem zweiten Bauabschnitt der Ortsumfahrung von Pfullendorf im Zuge der L 268 soll in diesem Jahr ein weiteres Großprojekt für den Verkehr freigegeben werden. Beim Ausbau der A 8 zwischen Hohenstadt und Ulm-Nord werden die Arbeiten hauptsächlich im Bereich des ersten Bauabschnittes zwischen Dornstadt und Ulm/Nord inklusive der Doppelanschlussstelle fortgesetzt. Mit dem Neubau der B 28 zwischen Rottenburg und Tübingen sowie dem Neubau der B 311 zwischen Erbach und Dellmensingen (Querspange Erbach) befinden sich zwei weitere Großprojekte im Bau. Außerdem werden die Arbeiten zur verkehrlichen Ertüchtigung der Knotenpunkte an der B 28, Osttangente Rottenburg und die Verbreiterung der dortigen Neckarbrücke anlaufen.

Weiter ist vorgesehen, auf den Autobahnen sowie Bundes- und Landesstraßen etwa 80 Kilometer Straßenbeläge zu erneuern und rund 20 Bauwerke in Stand zu setzen. Dazu kommen noch weitere Maßnahmen der Landratsämter. Auch der Ausbau der Radinfrastruktur wird im Jahr 2020 vorangetrieben. Es sollen knapp 15 Kilometer Radwege errichtet werden, darunter zum Beispiel der Radweg zwischen Börstingen und Sulzau.

Außerdem wird die Planung folgender Projekte des Bundesverkehrswegeplans mit einem Gesamtvolumen von einer Milliarde Euro derzeit intensiv vorangebracht:

  • B 27 Bodelshausen (L 385) – Nehren (L 394)
  • B 27 Tübingen (Bläsibad) – B 28 (Schindhaubasistunnel)
  • B 30 Friedrichshafen (B 31) – Ravensburg/Eschach
  • B 31 Meersburg/West – Immenstaad
  • B 32 OU Ravensburg (Molldiete-Tunnel)
  • B 312 Verlegung bei Lichtenstein (Albaufstieg)
  • B 312 OU Ringschnait-Ochsenhausen-Edenbachen
  • B 463 OU Lautlingen
  • B 464 OU Reutlingen

"Leistungsfähige Straßen steigern unsere Lebensqualität, denn sie haben positive Auswirkungen auf die individuelle Mobilität und eine funktionierende Wirtschaft. Um bei Planung und Ausbau voranzukommen, sind wir auf die Unterstützung vor Ort angewiesen. Deshalb werden wir auch im Jahr 2020 wieder großen Wert auf den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern und die Beteiligung der Öffentlichkeit legen", so Regierungspräsident Klaus Tappeser.


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