04.03.2026 - 20:42 Uhr
Franz Fischer
Nr. 9302
64

5.992 Staus im Jahr 2025

(Region) - Seit 2014 legt die „Initiative B30“ jährlich eine Auswertung der Verkehrsstaus auf der Bundesstraße 30 vor. Das Ergebnis der Auswertung von rund 48.300 Verkehrsmeldungen im Jahr 2025 liegt nun vor. 

Demnach wurden im Jahr 2025 auf der B 30 von Ulm bis Friedrichshafen 5.992 Verkehrsstaus gezählt. Die Staulänge summierte sich auf rund 8.433 km. Auto- und Lkw-Fahrer verbrachten rund 2.387 Stunden im Stau. Ein durchschnittlicher Stau hatte eine Länge von 1,4 km und dauerte 24 Minuten. Wesentliche Stauursachen waren hohes Verkehrsaufkommen (84,3%) und Baustellen (5,8%). Die Umweltbelastung durch staubedingte Emissionen betrug rund 404 Tonnen Umweltschadstoffe.


Stauschwerpunkte
Am häufigsten staute sich der Verkehr 2025 im Stadtgebiet Friedrichshafen (1.768 Staus, 1.287 Stau-km, 407 Staustunden), von Lochbrücke bis Friedrichshafen (1.046 Staus, 1.056 km, 405 Stunden) sowie bei Gaisbeuren und Enzisreute (719 Staus, 1.531 km, 359 Stunden).

Am stauanfälligsten waren die Streckenabschnitte: Meckenbeuren-Hohenreute bis Friedrichshafen einschließlich des Stadtgebiets Friedrichshafen (35,6% der Stau-Kilometer), Bad Waldsee-Nord bis Baindt (23,0%) und Biberach bis Unteressendorf (11,0%). Bemessen an Staustunden ergibt sich im Wesentlichen dasselbe Bild (47,8%, 17,8%, 5,5%): An die dritte Stelle tritt jedoch der Streckenabschnitt Neu-Ulm bis Ulm-Donaustetten (13,1% der Stau-Stunden).


Stau-Hauptursachen der Stauschwerpunkte
Von Meckenbeuren-Hohenreute bis Friedrichshafen einschließlich des Stadtgebiets Friedrichshafen waren hohes Verkehrsaufkommen (94%) und Baustellen (5%) die Stau-Hauptursachen. Die Stau-Hauptursachen von Bad Waldsee-Nord bis Baindt lagen in hohem Verkehrsaufkommen (76%) und Schwertransporten (12%). Von Biberach bis Unteressendorf waren hohes Verkehrsaufkommen (80%) und Schwertransporte (12%) die Hauptursachen sowie von Neu-Ulm bis Ulm-Donaustetten hohes Verkehrsaufkommen (78%) und Baustellen (15%).

Auffällig im Jahr 2025 waren Schwertransporte. Aufgrund des Ausbaus der Windkraft kam es vor allem durch die Errichtung der Windparks bei Hoßkirch und Mochenwangen zu einer Vielzahl nächtlicher Transporte mit hohen Lasten sowie großen Längen und Breiten.


Werktage besonders betroffen
Die meisten Staus wurden an Werktagen von 7.20 bis 8.25 Uhr, 13.25 bis 14.05 Uhr und 14.45 bis 18.05 Uhr beobachtet - an Sonn- und Feiertagen hingegen nur wenige. Stauursachen waren vor allem hohes Verkehrsaufkommen (84,3%) und Baustellen (5,8%). Weitere Ursachen waren Unfälle (3,9%), Schwertransporte (3,8%) und die Witterung (1,6%). Die meisten Staus gab es im April, die wenigsten im August.


Umweltbelastung
Die staubedingte Umweltbelastung belief sich 2025 auf rund 404 Tonnen: 1,5 kg Feinstaub (PM), 402.963 kg Kohlenstoffdioxid (CO2), 339 kg Kohlenmonoxid (CO), 28 kg Kohlenwasserstoffe (HC), 1,9 kg Schwefeldioxid (SO2) und 553 kg Stickstoffoxide (NOX).

Berücksichtigt wurden in dieser Auswertung, wie in den Vorjahren, aktualisierte Daten u. a. zu Änderungen im Verkehrsaufkommen, der Verkehrsstruktur, der Antriebsarten im Fahrzeugbestand sowie zulässige Höchstgeschwindigkeiten. Die infrastrukturellen, betrieblichen und physikalischen Parameter, wie Ausbaustand, Streckenlänge, Lage, Längsneigung sowie Annahmen zur Fahrphysik und Aerodynamik blieben unverändert.

Diese Statistik berücksichtigt nur wesentliche Verkehrsstaus. Kleine und ortsübliche Staus fließen nicht in die Auswertung ein. Ein Stau wird erst erfasst, wenn ein festgelegter Schwellenwert überschritten wird. Ein Stau vor einer Ampel wird nur dann gezählt, wenn es alle stehenden Fahrzeuge nicht innerhalb einer Grünphase schaffen, die Ampel zu passieren. Als Stau berücksichtigt werden dabei nur Fahrzeuge, die die Ampel nicht passieren konnten.

 


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