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08.07.2019    19:57 Uhr   -   von Franz Fischer   -   Nr. 6709   -   136

Mutter beklagt gefährlichen Schulweg

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(Gaisbeuren) - Viele Kinder aus Gaisbeuren, die in den Kindergarten, zur Bushaltestelle oder nach Reute zur Grundschule gehen oder dem Rad fahren, müssen auf dem Schulweg die vielbefahrene Bundesstraße 30 überqueren. Eine Gefahrenstelle für Grundschüler, so Mutter Christina Lambertz. Die Stadt Bad Waldsee, das Landratsamt Ravensburg und die Polizei sehen das anders und verweisen auf die Ampel. Eine Gefahrenstelle sei nicht erkennbar. Deshalb sei ein Zuschuss auf Schulbuskosten auch nicht möglich.

Insgesamt 734 Euro jährlich fallen laut Lambertz für die Schülermonatskarten ihrer drei Kinder an. Verärgert zeigt sie sich darüber, dass der Bad Waldseer Citybus jährlich mit hunderthausenden Euro gefördert wird, obwohl er nur einen Deckungsgrad von sieben Prozent hat. Oft fährt der Bus leer durch die Kurstadt. Eltern von Buskindern müssten dagegen tief in die Tasche greifen. Dank der Drei-Kilometer-Regelung im Landkreis Ravensburg kostet der Schulbus von Gaisbeuren nach Reute (2,7 km Schulweg) deutlich mehr, als in das weiter entfernte Bad Waldsee. Die Drei-Kilometer-Regelung entfällt jedoch, wenn auf dem Schulweg eine besondere Gefahr für die Sicherheit oder die Gesundheit der Kinder besteht.

"Aus den Augen eines Erwachsenen ist die Ampelanlage gerade noch übersichtlich, aber nicht für Grundschulkinder", sagt Lambertz. Zu viele Faktoren wie zu schnelles Fahren, vom ständigen Stau genervte Fahrer und zwei unübersichtliche Zufahrten würden die Situation verschärfen. Dort sei auch schon ein Nachbar von einem Auto angefahren worden. Die Wartezeit an der Ampel ist unheimlich lang und die Kinder müssten oft über zwei Minuten warten, bemängelt sie. Die Grünphase ist dann so kurz, dass es Kinder kaum über die Straße schaffen.

Bei Verkehrsschauen sei die Situation nicht als Gefahrenstelle eingestuft worden, so die Behörden. Bereits mehrfach sei die Überquerung der B 30 an der Ampel in Gaisbeuren begutachtet worden. Als Ergebnis sei ein zusätzliches Rotsignal eingerichtet und auf der Straße eine Haltelinie an der Ampel markiert worden. Es gebe keine Gefahrenstelle.


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