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22.03.2026 - 17:11 Uhr
Franz Fischer Nr. 9330
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Franz Fischer
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IEA fordert Homeoffice, Tempolimits und Fahrverbote
(Paris) - Der Iran-Krieg habe die schwerste Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarkts ausgelöst. Da der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus nahezu vollständig zum Erliegen gekommen ist, fehlen dem Weltmarkt täglich rund 20 Millionen Barrel Rohöl und Ölprodukte. Das entspricht etwa 20 Prozent des weltweiten Verbrauchs. Die Internationale Energieagentur (IEA) mit Sitz in Paris warnt daher vor drastischen wirtschaftlichen Folgen für Haushalte und Unternehmen.
In einem neuen Bericht drängt die IEA auf sofortige Verhaltensänderungen in der Mobilität. Dabei steht vor allem der Straßenverkehr im Fokus, der fast die Hälfte des globalen Ölbedarfs verursacht. Die IEA fordert die Ausweitung von Homeoffice sowie die Einführung bzw. Verschärfung von Tempolimits.
Laut IEA könnten bereits drei zusätzliche Tage Fernarbeit pro Woche den Ölverbrauch von Autos auf nationaler Ebene um zwei bis sechs Prozent senken. Die Agentur rät Regierungen, Unternehmen zur Ermöglichung von Telearbeit zu motivieren und im öffentlichen Dienst mit gutem Beispiel voranzugehen.
Zusätzlich fordert die IEA eine Senkung von Autobahn-Tempolimits um mindestens 10 km/h. Diese Maßnahme sei besonders effektiv, da sie sofort umgesetzt werden könne und den Kraftstoffverbrauch von Pkw unmittelbar um fünf bis zehn Prozent reduziere. Auf nationaler Ebene ließen sich so – je nach Infrastruktur – zwischen einem und sechs Prozent des Pkw-Ölverbrauchs einsparen.
Darüber hinaus schlägt die IEA weitere Schritte vor. Dazu gehört die verstärkte Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs, die durch günstigere Tarife oder kostenlose Angebote gefördert werden könne. Auch Fahrgemeinschaften, eine effizientere Fahrweise sowie die Reduktion von Geschäftsreisen per Flugzeug könnten den Bedarf an Kerosin und Benzin kurzfristig um zweistellige Prozentwerte senken. In Städten empfiehlt die Agentur Fahrverbote auf Grundlage von Kennzeichennummern, um Staus sowie den damit verbundenen Mehrverbrauch durch Leerlauf und Stop-and-Go-Verkehr zu reduzieren.