https://www.b30oberschwaben.de/

(Meckenbeuren) - Die Gemeinde Meckenbeuren befürwortet eine Osttrasse für die B 30 neu zwischen Friedrichshafen und Ravensburg-Eschach. Dies beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig.
Mit dem Beschluss begrüßten die Ratsmitglieder das laufende Linienbestimmungsverfahren sowie den Einstieg in die Entwurfsplanung. Damit verbindet das Gremium die Hoffnung auf einen möglichst baldigen Beginn des Planfeststellungsverfahrens.
Aus Sicht der Planer spricht für die Ostvariante, dass teilweise bestehende Trassen mitgenutzt werden können, Siedlungs- und Gewerbegebiete gut angebunden würden sowie weniger Landschaftsflächen und Gewässer betroffen seien.
Die rund 17 Kilometer lange Strecke war nach Angaben von Bauamtsleiter Elmar Skurka ursprünglich durchgehend vierstreifig vorgesehen. Zumindest im nördlichen Abschnitt könne dies bestehen bleiben. Für den südlichen Abschnitt werde anhand aktueller Verkehrszahlen noch geprüft, welche Ausbaubreite erforderlich sei. Nach der Umweltverträglichkeitsprüfung sei die Ostvariante aus Gründen des Artenschutzes die einzige genehmigungsfähige Lösung.
Bürgermeister Georg Schellinger verwies darauf, dass sich die gewerbliche Entwicklung Meckenbeurens nach Osten orientiere. Eine Westumfahrung würde hingegen Verkehr durch Brochenzell sowie durch den Staatsforst führen. Zudem wäre nach Einschätzung der Gemeinde eine zusätzliche Querspange zur Anbindung der Gewerbegebiete erforderlich.
In der Aussprache unterstützte Clemens Hund (BUS) zwar den Neubau der Straße, forderte jedoch, dass bestehende Betriebe nicht zerschnitten werden dürften. Schellinger betonte, dass der Arbeitskreis Landwirtschaft bereits einbezogen worden sei, was Gemeinderätin Annette Mayer (BUS) ausdrücklich lobte. Sie bewertete zudem die Bevorzugung der Ostvariante positiv, sprach sich jedoch gegen eine frühzeitige Festlegung auf die Zahl der Fahrstreifen aus.
Eine zu geringe Beteiligung der Gemeinde kritisierte Gemeinderat Michael Keckeisen (CDU) und forderte zusätzliche Formate der Öffentlichkeitsbeteiligung. Bürgermeister Schellinger kündigte hierzu weitere offizielle Beteiligungsverfahren an. Gemeinderat Peter Banholzer (Freie Wähler) erkundigte sich nach dem Baubeginn. „Das wird noch viele Jahre dauern“, so der Bürgermeister.
„Wir sind heute an einem ganz wichtigen Punkt“, erklärte Schellinger abschließend. Viele Aspekte seien noch offen, zudem entspreche die festgelegte Linie nicht zwingend dem späteren Straßenverlauf. Die Ostumfahrung biete nun die Chance, eine Umfahrung für Meckenbeuren und Liebenau zu realisieren.