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14.05.2020    20:44 Uhr   -   von Franz Fischer   -   Nr. 6990   -   138

Tappeser stellt Straßenbaumaßnahmen in der Region Bodensee-Oberschwaben vor

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(Tübingen) - Das Regierungspräsidium Tübingen wird im Jahr 2020 in den Landkreisen Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis Straßenbaumaßnahmen auf den Bundesfern- und Landesstraßen durchführen. „Trotz den aktuell nicht einfachen Zeiten ist es dem Regierungspräsidium Tübingen ein wichtiges Anliegen, den Bürgerinnen und Bürgern und der Wirtschaft eine funktionierende Straßeninfrastruktur im Regierungsbezirk Tübingen bereitzustellen. Durch zahlreiche Straßenbaumaßnahmen leisten wir auch in diesem Jahr wieder einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt der Substanz der Straßen und zur Verbesserung der täglichen Wege“, so Regierungspräsident Klaus Tappeser.

Erhaltungsmaßnahmen

A 96, Instandsetzung von Mittelstützen an drei Brücken zwischen den Anschlussstellen Wangen-Nord und Leutkirch-Süd
Bei drei Brücken über die A 96 werden jeweils die Schutzeinrichtungen der Pfeiler im Mittelstreifen umgebaut und verstärkt. Zudem werden Schäden an den Betonstützen saniert. Nach Einrichtung der Verkehrs- und Arbeitsstellensicherung soll der erste Bauabschnitt am 18. Juni 2020 mit den Arbeiten an den Überführungen der Kreisstraßen K 8008 bei Dürren - Riehlings und der K 7905 bei Gebrazhofen beginnen. Dieser dauert voraussichtlich bis zum 25. Juli. Die Arbeiten an der Überführung der L 321 bei Dürren (AS Wangen-Nord) folgen im zweiten Bauabschnitt, der Ende August abgeschlossen wird. Der Verkehr auf der Autobahn wird dabei in jeder Fahrtrichtung mit zwei Behelfsfahrstreifen an den Baustellen vorbeigeführt. Die Verkehrsführungen werden entsprechend dem Baufortschritt umgesetzt. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme belaufen sich auf 350.000 Euro und werden vom Bund getragen.

B 30 alt, Mariatal – Torkenweiler
Die B 30 alt ist auf dem Streckenabschnitt zwischen Mariatal und Torkenweiler stark beschädigt. Die Alterung macht sich in Rissen und einer Versprödung sichtbar. Die Asphaltschichten müssen deshalb auf einer Länge von rund einem Kilometer erneuert werden. Das Regierungspräsidium beabsichtigt, die Fahrbahnsanierungsarbeiten im September 2020 in einem Zeitraum von zwei Wochen durchzuführen. Für den überörtlichen Verkehr ist die Einrichtung einer Umleitung über die B 30 neu vorgesehen. Die Kosten belaufen sich auf rund 330.000 Euro.

B 467, Fahrbahndeckenerneuerung Umgehung Tettnang
Die Bundesstraße 467 weist auf rund 5,7 Kilometer Länge zahlreiche Risse, Flickstellen, Setzungen vor Brückenübergängen und starke Asphaltverformungen auf. Die sechs Wochen dauernden Sanierungsarbeiten haben am 11. Mai 2020 unter halbseitiger Sperrung begonnen. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro und werden vom Bund getragen.

B 467, Fahrbahndeckenerneuerung Kressbronn - Abfahrt Oberdorf
Die Bundesstraße 467 weist auf dem ungefähr 2,9 Kilometer langen Abschnitt zwischen Kressbronn und der Abfahrt Oberdorf zahlreiche Risse, Flickstellen, Setzungen vor Brückenübergängen und starke Asphaltverformungen auf. Die Sanierungsarbeiten laufen bereits und werden vom 11. bis 29. Mai 2020 unter Vollsperrung der B 467 durchgeführt. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro und werden vom Bund getragen.

B 463, Fahrbahndeckenerneuerung Winterlingen – Nollhof
Die Bundesstraße 463 weist auf einer Länge von ungefähr 5,5 Kilometern zwischen der Abzweigung Stetten am kalten Markt (L 218) und dem Kreisverkehr Nollhof (B 463 / B 32) Schäden in Form von Rissen und Ausbrüchen auf. Die Kosten für die im Juli und August 2020 vorgesehene Maßnahme belaufen sich auf geschätzte 2,6 Millionen Euro.

L 301, Hauerz – Kreisgrenze – Rot an der Rot
Die L 301 erhält kreisübergreifend auf einer Länge von zirka sieben Kilometern einen neuen Fahrbahnbelag. Die Maßnahme teilt sich auf in einen zirka zwei Kilometer langen Abschnitt von der Einmündung der K 7923 in Hauerz bis zur Kreisgrenze Ravensburg/Biberach und einen anschließenden fünf Kilometer langen Abschnitt bis zur Einmündung in die L 300 bei Rot an der Rot. Für die Arbeiten, die in der zweiten Septemberhälfte 2020 durchgeführt werden, sind Kosten von rund 700.000 Euro veranschlagt.

L 318, Friesenhofen – Rimpach
Die L 318 weist im Streckenabschnitt zwischen Friesenhofen und Rimpach unter anderem starke Spurrinnen auf. Die Fahrbahnsanierungsarbeiten werden rund drei Wochen andauern und sind in der zweiten Jahreshälfte 2020 geplant. Die Baulänge beträgt rund drei Kilometer. Die Baukosten belaufen sich auf voraussichtlich 800.000 Euro

L 286, Fahrbahndeckenerneuerung Ostrach – Eichstegen
Die L 286 ist im Streckenabschnitt Ostrach bis Eichstegen beschädigt. Es zeigen sich starke Netzrisse und Asphaltausbrüche. Die Asphaltschichten müssen deshalb erneuert werden. Die Erneuerung ist vom Knotenpunkt L 286/Altshauser Straße in Ostrach bis zur Ortsdurchfahrt Eichstegen geplant. Das Regierungspräsidium beabsichtigt, die Fahrbahnsanierungsarbeiten in den Sommerferien 2020 in einem Zeitraum von drei Wochen durchzuführen. Die Baulänge beträgt 7,4 Kilometer und die Baukosten belaufen sich auf rund 2,3 Mio. Euro.

L 204, Fahrbahndeckenerneuerung Urnau – Fuchstobel
Im Zuge der notwendigen Vollsperrung zum Bau des Radweges entlang der L 204 wird die Fahrbahn ab dem Ausbauende bis zur Ortsdurchfahrt Urnau und in einem zweiten Abschnitt ab der Ortsdurchfahrt Urnau bis Fuchstobel erneuert. Die Erneuerung ist aufgrund von zahlreichen Rissen, Flickstellen und starken Asphaltverformungen erforderlich. Die Kosten belaufen sich auf rund 630.000 Euro und werden vom Land getragen.

L 283, Fahrbahndeckenerneuerung Bad Saulgau – Steinbronnen
Zwischen Bad Saulgau und Steinbronnen wird die Fahrbahn der L 283 von der Einmündung L 283/L 280 bis zur Ortsdurchfahrt Steinbronnen vollständig erneuert. Die Straße mit einer Länge von 2,8 Kilometer zeigt zahlreiche Ausbrüche, Verdrückungen und Ausmagerungen und erhält einen verstärkten Aufbau. Geplant ist die Maßnahme während der Sommerferien 2020. Die Kosten betragen rund 900.000 Euro.

L 283, FDE Bierstetten – Kr. Gr. – Reichenbach
Die Landesstraße 283 zwischen Bierstetten (Landkreis Sigmaringen) und Reichenbach (Landkreis Biberach) weist auf einer Länge von 1,6 Kilometer Schäden in Form von Rissen, Ausbrüchen und Verdrückungen auf. Die Maßnahme teilt sich auf in einen rund 0,8 Kilometer langen Abschnitt von Bierstetten bis zur Kreisgrenze Sigmaringen / Biberach und einen anschließenden 0,8 Kilometer langen Abschnitt von der Kreisgrenze bis nach Reichenbach. Die Maßnahme dauert etwa drei Wochen und ist für Ende August und Anfang September 2020 geplant.

L 253, FDE Feldhausen – Kettenacker
Die Landesstraße 253 zwischen Feldhausen und der Ortsdurchfahrt Kettenacker weist auf einer Länge von 1,2 Kilometer Schäden in Form von Rissen, Ausbrüchen, Ausmagerung, Flickstellen und Spurrillen auf. Die Maßnahme ist nach den Sommerferien 2020 geplant und wird rund 2,5 Wochen dauern. Die Kosten der Erhaltungsmaßnahme werden auf rund 380.000 Euro geschätzt.

 

Bauwerkssanierungen

B 32, Brücke über die Bahngleise bei Ravensburg-Nord
Die Brücke unterlag anhaltenden Setzungen der Widerlager infolge der hohen Auflast der anschließenden Straßendämme. Infolge dieser Setzungen war das erforderliche Lichtraumprofil der Bahnlinie hinsichtlich der vorgesehenen Elektrifizierung nicht mehr gegeben. Die Brücke war zudem dringend sanierungsbedürftig. Im Zusammenhang mit der Bauwerkssanierung wurde auch der Fahrbahnbelag der B 32 zwischen der Ulmer Straße und der Anschlussstelle Ravensburg-Nord erneuert. Die Arbeiten haben am 20. Januar.2020 begonnen, die Fertigstellung ist Ende Mai 2020 vorgesehen. Die Kosten der Gesamtmaßnahme betragen rund 3,25 Millionen Euro und werden vom Bund getragen.

B 12, Lärmschutzwand Isny-Dorenwald
Die hölzerne Lärmschutzwand wird durch einen Neubau ersetzt. Nach Abbruch und Wiederherstellung der Betonmauer wird eine neue Lärmschutzwand aus Aluminium aufgesetzt. Die Kosten für die Sanierung betragen ca. 250.000 Euro. Die Arbeiten sollen im Herbst 2020 ausgeführt werden.

L 2374, Sanierung der Stützwand bei Essratsweiler
Bei der Stützwand wird der Stützwandkopf und weitere Betonschäden saniert. Zudem wird eine erhöhte Absturzsicherung angebracht. Die Arbeiten sind von Mitte Juni bis Ende Juli 2020 vorgesehen. Die Kosten betragen rund 100.000 Euro.

B 31/L 201, Brücke über die Gemeindestraße bei Oberuhldingen (Trogwand)
Im Rahmen der Teilinstandsetzung einer Brücke im Zuge der B 31/L 201 über eine Gemeindestraße bei Oberuhldingen, werden die vorhandenen Betonschäden an der Trogwand, den Widerlagern und an den Überbauunterseiten beseitigt. Die Arbeiten sind für die zweite Jahreshälfte 2020 vorgesehen. Die Kosten betragen rund 120.000 Euro.

L 201, Sanierung der Stützwand vor Heiligenberg
Mit der Instandsetzung eines 135 Meter langen Sanierungsabschnitts der bergseitigen Stützwand im Zuge der L 201 zwischen Heiligenberg und dem Ortsteil Steigen wurde Ende 2019 begonnen und im Jahr 2020 weitergeführt. Hierbei wird die Stützwand mit einer rückverankerten Spritzbetonschale gesichert. Während der Durchführung der Bauarbeiten, die am 27. April 2020 wiederaufgenommen wurden, wird der Verkehr für die Dauer von rund 8 Wochen mit einer Signalanlage halbseitig an der Baustelle vorbeigeführt. Die Kosten für die Instandsetzung der Stützwand belaufen sich auf rund 675.000 Euro, wovon ungefähr 225.000 Euro dieses Jahr verbaut werden.

L 201, Sanierung einer Hangrutschung zwischen dem Ortsteil Steigen und Heiligenberg
Der talseitige Hangabschnitt weist eine Hangrutschung über eine Fläche von ungefähr 450 m² auf. Die Rutschung gefährdet die Standsicherheit der talseitig entlang der L 201 geführten Stützwand und somit auch den Straßenkörper. Die Rutschfläche wird durch das Aufbringen eines verankerten Stahldrahtgeflechts dauerhaft gesichert. Die Arbeiten werden im Juli und August 2020 ausgeführt. Der Verkehr wird zur Durchführung der Bauarbeiten mit einer Signalanlage halbseitig an der Baustelle vorbeigeführt. Die Kosten belaufen sich auf rund 100.000 Euro.

 

Neubaumaßnahmen

B 30, Ortsumgehung Ravensburg, Bauabschnitt VI
Der letzte Abschnitt der Umgehung Ravensburg wurde letztes Jahr dem Verkehr übergeben. In diesem Jahr stehen noch einige Restarbeiten an. Im Zuge des Projekts ist auch die so genannte "Wolf- Kreuzung" bei Obereschach umzubauen. Bei gutem planerischen Verlauf ist ein Baubeginn im September 2020 angestrebt.

L 268, Neubau der Ortsumfahrung Pfullendorf, Bauabschnitt II
Mit einem feierlichen Spatenstich wurde der Neubau der Ortsumgehung Pfullendorf im Mai 2018 begonnen. Seitdem sind diverse Brückenbauwerke und ein Großteil der Erdbauarbeiten erstellt worden. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt der Arbeiten auf der Erstellung des Abschnitts von der Zufahrt des Gewerbegebiets Hesselbühl bis zur Landesstraße 201. Die Fertigstellung der Ortsumfahrung ist für Ende 2020 vorgesehen.

 

Radwegmaßnahmen

B 31, Radweg Immenstaad – Fischbach
Im Zuge des Bodenseeradweges wird zwischen Grenzhof und der Brücke über den Lipbach auf einer Länge von 300 m auf der alten B 31-Straßentrasse ein Radwegabschnitt mit einer Breite vom 4 Metern geschaffen. Die Bauarbeiten haben am 13. Mai 2020 begonnen und werden rund 3 Wochen dauern. Die Kosten von geschätzten rund 120.000 Euro trägt der Bund.

L 204, Radweg Urnau- Hefigkofen, Bauabschnitt I Urnau-Ramsenbühl
Im Frühjahr 2020 werden die straßenbaulichen Einzelmaßnahmen aus dem Jahr 2019 fortgesetzt. Zudem werden die Querungshilfen in Ramsenbühl und Urnau, die Instandsetzung und Verbreiterung des Schupelbachdurchlasses und die Herstellung der Buswendeschleife umgesetzt. Der Radweg soll im Herbst 2020 fertiggestellt sein. Die Länge des Radweges beträgt rund 2,8 Kilometer. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro. Hiervon werden rund 1,3 Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg getragen. Die übrigen Kosten teilen sich die Gemeinden Deggenhausertal und Oberteuringen.

L 200, Radweg Lippertsreute – Altheim, Abzweigung Bruckfelden – Altheim
Im Zuge der L 200 plant und baut die Gemeinde Frickingen einen neuen Radweg mit einer Breite von 2,50 Metern auf der Westseite der L 200 von der Abzweigung nach Bruckfelden bis Altheim. Mit der Maßnahme werden zwei Bushaltebuchten am Beginn der Baustrecke barrierefrei umgestaltet. Der Baubeginn der Maßnahme ist für Herbst 2020 vorgesehen. Die Baukosten betragen rund 600.000 Euro. Davon trägt das Land Baden-Württemberg rund 500.000 Euro und die Gemeinde Frickingen rund 100.000 Euro.

L 195, Radweg zwischen Andelshofer Weiher (Neuweiher) und Owingen
Der bestehende land- und forstwirtschaftliche Weg, der im Bereich des Neuweihers parallel zur L 195 verläuft, wird in vorhandener Breite von im Mittel 3 Metern auf einer Länge von rund 360 Meter asphaltiert. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrer geleistet. Der Baubeginn ist für den Herbst vorgesehen, die Bauzeit wird mit zwei Wochen veranschlagt. Die Kosten betragen rund 52.000 Euro.


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