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(Region) - Das Polizeipräsidium Ulm und das Polizeipräsidium Ravensburg ziehen nach dem neunten länderübergreifenden Sicherheitstag am Mittwoch eine insgesamt positive Bilanz. An der gemeinsamen Aktion beteiligten sich neben Baden-Württemberg auch Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Ziel war die Stärkung der Sicherheit sowie die Bekämpfung von Straftaten im öffentlichen Raum über Ländergrenzen hinweg.
Das Polizeipräsidium Ulm setzte zwischen 6 und 20 Uhr rund 300 Polizeibeamtinnen und -beamte an 23 Kontrollstellen ein. Die Maßnahmen erstreckten sich auf die Landkreise Alb-Donau, Biberach, Heidenheim und Göppingen sowie den Stadtkreis Ulm. Zusätzlich fanden Präventions- und Informationsveranstaltungen statt.
Im Rahmen des Sicherheitstags kontrollierte die Polizei im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ulm rund 1.600 Personen und mehr als 250 Fahrzeuge. Zudem überprüften die Einsatzkräfte Gaststätten, Hotels und Bars sowie nahezu 1.000 Dokumente. Bei Verkehrskontrollen stellte die Polizei 74 Verstöße fest. Fünf Fahrer müssen mit Strafanzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis rechnen. In elf Fällen standen Verkehrsteilnehmer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.
Auch das Polizeipräsidium Ravensburg beteiligte sich mit rund 80 Beamtinnen und Beamten an dem Sicherheitstag. Die Maßnahmen konzentrierten sich in den Landkreisen Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis insbesondere auf den öffentlichen Nahverkehr. Ergänzend richtete die Polizei bei Meßkirch eine stationäre Kontrollstelle ein und informierte gemeinsam mit Bundespolizei und DB-Sicherheit auf dem Bahnhofsvorplatz in Friedrichshafen über Gewaltprävention.
Nach mehreren hundert Kontrollen zog der Einsatzleiter des Polizeipräsidiums Ravensburg, Polizeidirektor Nicolas Riether, eine positive Bilanz. Gegen etwa ein Dutzend Personen wurden Bußgeldverfahren eingeleitet, unter anderem wegen verbotenen Mitführens von Messern in öffentlichen Verkehrsmitteln. Bei acht kontrollierten Personen konnte zudem der aktuelle Aufenthaltsort geklärt werden, nachdem sie polizeilich als unbekannt verzogen galten.
Ein 18-jähriger muss nach einer Kontrolle im Landkreis Sigmaringen mit Straf- und Bußgeldanzeigen rechnen. Er hatte in einem Zug ein Messer mitgeführt, widersetzte sich den Einsatzkräften und führte zudem Cannabis mit sich, das mutmaßlich für den verbotenen Verkauf bestimmt war.
Bei den Verkehrskontrollen bei Meßkirch beanstandeten die Einsatzkräfte gemeinsam mit dem Zoll mehrere Verstöße bei Transportern und Kleinlastern, darunter technische Mängel, unzureichende Ladungssicherung sowie Verstöße gegen Sozial- und Arbeitszeitvorschriften.[1] [2]