20.04.2026 - 21:08 Uhr
Franz Fischer
Nr. 9366
90

Unterlagen zur Planfeststellung des "B 30-Aufstiegs" werden erstellt

(Biberach) - Die Planungen am geplanten Aufstieg zur B 30 schreiten voran. In wenigen Monaten soll das Genehmigungsverfahren für die Verlängerung der Nord-West-Umfahrung Biberach zur B 30 starten. Das teilte die Kreisverwaltung in der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Technikausschusses mit. 

Die seit mehr als 20 Jahren angestrebte Verbindung zur Bundesstraße 30 soll die Biberacher Innenstadt und den Warthauser Ortsteil Herrlishöfen vom Verkehr entlasten. Nicht zuletzt sollen die Unternehmen im Gewerbegebiet Aspach und darüber hinaus profitieren.

„2028 wollen wir spätestens mit dem Bau beginnen. Die Bauzeit wird dann etwa drei Jahre betragen“, sagte Gunnar Volz, Chef des Straßenamts.

Beginnen werden die Arbeiten an der B 30: Zuerst werde der B 30-Anschluss gebaut und anschließend der rund 900 Meter lange Tunnel. Dann folgt noch eine 130 Meter lange Brücke, die die Nordwestumfahrung mit dem Tunnel verbindet. Sie wird bis zu zehn Meter hoch sein, während sich die Tunneleinfahrt etwa 40 Meter unterhalb des Geländes befinden wird.

Die aktuelle Kostenschätzung liegt bei 113,5 Millionen Euro. Derzeit werden die Planfeststellungsunterlagen final zusammengestellt. Dazu werden noch artenschutzrechtliche Nacherhebungen durchgeführt, um den Bedarf an Ausgleichsmaßnahmen zu ermitteln.

Volz geht davon aus, dass die Planfeststellungsunterlagen im zweiten Quartal fertiggestellt werden, sodass das Regierungspräsidium Tübingen anschließend das Genehmigungsverfahren einleiten kann.


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