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16.04.2026 - 18:40 Uhr
Franz Fischer Nr. 9363
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Franz Fischer
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Sachverständigenrat fordert höhere Lkw-Maut für den Klimaschutz
(Stuttgart) - Der Klima-Sachverständigenrat Baden-Württemberg fordert von der Landesregierung verstärkte Maßnahmen für den Klimaschutz im Verkehrssektor. Die Vorsitzende des Gremiums, Maike Schmidt, spricht sich unter anderem für eine stärkere Förderung der Elektromobilität aus. Dazu brauche es günstigere E-Autos mit einem Preis von unter 15.000 Euro.
Zugleich könnten der Wegfall der Pendlerpauschale oder des Dieselprivilegs dazu beitragen, dass mehr Menschen den öffentlichen Personennahverkehr nutzen oder sich eher für ein Elektroauto entscheiden.
Darüber hinaus plädiert Schmidt für eine Reform der Lkw-Maut. Diese sei ein wichtiges Instrument für den Klimaschutz in Baden-Württemberg. Eine konsequent klimaorientierte Ausgestaltung könne Impulse setzen, den Lkw-Verkehr treibhausgasneutraler zu gestalten. So könnten verstärkt alternative Antriebe wie batterieelektrische oder brennstoffzellenbetriebene Lkw zum Einsatz kommen. Diese seien nicht nur emissionsfrei, sondern auch leiser und würden damit einen zusätzlichen Nutzen für Bevölkerung und Kommunen bieten.
Im vergangenen Jahr verursachte der Straßenverkehr in Baden-Württemberg 20,2 Millionen Tonnen Treibhausgase.
Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) warnte, Baden-Württemberg habe sich bereits um mehr als 1,5 Grad erwärmt – ein Wert, der ursprünglich erst gegen Ende des Jahrhunderts erwartet worden sei.
Schmidt erwartet von der neuen Landesregierung eine deutlich höhere Dynamik im Klimaschutz. Neben der Elektromobilität seien dafür auch der Ausbau des Radverkehrs sowie weitere umweltfreundliche Mobilitätsangebote erforderlich.