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(Bad Waldsee) - Im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung blickte die Freiwillige Feuerwehr Bad Waldsee auf ein arbeitsreiches Jahr 2025 zurück. Kommandant Alois Burkhardt konnte neben zahlreichen Feuerwehrangehörigen viele Gäste begrüßen, darunter Oberbürgermeister Matthias Henne, Bürgermeisterin Monika Ludy, Feuerwehrmutter Sonja Wild sowie weitere Mitglieder des Gemeinderates, Vertreter der Ortschaften, Kreisbrandmeister Oliver Surbeck, Kreisverbandsvorsitzender Michael Otto, sowie weitere Vertreter aus Feuerwehr, Verwaltung und Öffentlichkeit.
Totenehrung und Erinnerung
Zu Beginn der Versammlung gedachten die Anwesenden der Verstorbenen. Besonders erinnert wurde an Roger Lombard, den ehemaligen stellvertretenden Kommandanten der Feuerwehr Feillens. Lombard war ein wichtiger Motor der Städtepartnerschaft zwischen dem französischen Canton de Bâgé und Bad Waldsee. Über viele Jahre hinweg förderte er mit großem Engagement den kameradschaftlichen Austausch zwischen den Feuerwehren beider Länder. Die Feuerwehr Bad Waldsee wird ihm als freundschaftlichen, engagierten und hilfsbereiten Kameraden ein ehrendes Andenken bewahren. Auch wurde daran erinnert, dass im Jahr 2025 bei vier Einsätzen jede Hilfe zu spät kam und die betroffenen Personen bei Eintreffen der Feuerwehr bereits verstorben waren.
205 Angehörige in der Gesamtfeuerwehr
Die Gesamtfeuerwehr Bad Waldsee zählte zum Stand 31. Dezember 2025 insgesamt 205 Angehörige. Davon sind 150 Feuerwehrangehörige in den Einsatzabteilungen aktiv, darunter 13 Frauen. Darüber hinaus engagieren sich 29 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr, 26 Kameraden in der Altersabteilung sowie 37 Mitglieder im Spielmannszug.
232 Einsätze im Jahr 2025
Das Einsatzjahr 2025 war für die Feuerwehr Bad Waldsee erneut sehr arbeitsreich. Insgesamt wurden 232 Einsätze abgearbeitet. Zusätzlich leisteten die Feuerwehrangehörigen 55 Feuersicherheitswachen. Besonders häufig waren Einsätze im Bereich der technischen Hilfeleistung. Hierzu gehörten unter anderem 41 Menschenrettungen, 41 Einsätze wegen Ölspuren, Einsätze bei Unwettern und Sturmschäden, Gefahrstofflagen sowie Tierrettungen. Die Feuerwehrangehörigen leisteten dabei insgesamt 4.272 Einsatzstunden. Hinzu kamen zahlreiche Stunden für Ausbildung und Übungen. Im Jahr 2025 konnten 26 Menschen gerettet werden. Für vier Personen kam jede Hilfe zu spät.
Prägende Einsätze
Mehrere Einsätze prägten das vergangene Jahr besonders. Dazu gehörten unter anderem mehrere schwere Verkehrsunfälle auf der B 30, ein großer Flächenbrand im Biotop Lindele, der Brand einer Reithalle in Witschwende, ein SEK-Einsatz im Sommer und ein Fahrzeugbrand auf der L 300 bei Haisterkirch.
Gerade bei Verkehrsunfällen auf der B 30 stellte Kommandant Burkhardt fest, dass wendende Fahrzeuge im Rückstau trotz Sondersignal immer wieder eine große Gefahr für Einsatzkräfte darstellen und wertvolle Zeit kosten.
Dank an Feuerwehrfamilien und Unterstützer
Zum Abschluss seines Jahresberichts dankte Kommandant Alois Burkhardt allen Feuerwehrangehörigen für ihr großes Engagement. Sein Dank galt ebenso den Familien und Partnern der Einsatzkräfte sowie den Arbeitgebern, die ihre Mitarbeitenden für Einsätze freistellen. Auch der Stadtverwaltung, dem Gemeinderat, dem Kreisbrandmeister, den Gerätewarten, der Jugendfeuerwehr, dem Spielmannszug, der Altersabteilung sowie den vielen Unterstützern im Hintergrund sprach er seine Anerkennung aus.
Grußwort des Oberbürgermeisters
Oberbürgermeister Matthias Henne würdigte in seinem Grußwort die herausragende Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr für das Gemeinwesen in Bad Waldsee. Die Feuerwehr sei „eine tragende Säule unserer Stadt“, auf die sich die Bürgerinnen und Bürger jederzeit verlassen könnten – rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Besonders hob er das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrangehörigen hervor, das alles andere als selbstverständlich sei und höchsten Respekt verdiene.
Wertschätzung auf Kreisebene
Kreisbrandmeister Oliver Surbeck informierte über aktuelle Entwicklungen auf Landes- und internationaler Ebene. In den vergangenen zehn Jahren seien zahlreiche neue und teils sehr komplexe Herausforderungen auf die Feuerwehren zugekommen. Dabei ging er unter anderem auf Themen wie Cybersicherheit – auch im Bereich der Feuerwehren – sowie strukturelle Entwicklungen wie die Verlegung des Luftrettungsstandorts ein. Allen Feuerwehrangehörigen sprach er seinen herzlichen Dank aus, insbesondere auch den Kreisausbildern für die sehr gute Zusammenarbeit sowie Michael Otto vom Kreisfeuerwehrverband Ravensburg.
Dank aus den Ortschaften
Der Michelwinnadener Ortsvorsteher Frieder Skowronski dankte im Namen der Ortschaften allen Feuerwehrangehörigen für ihren unermüdlichen Einsatz. Für Michelwinnaden stehe zudem eine bedeutende Entwicklung an: Es konnte ein geeigneter Standort für das neue Feuerwehrhaus gefunden und die Planungen auf den Weg gebracht werden. Auch die Adresse steht bereits fest: Am Hagnaufurter Weg 7. Er betonte, dass die Feuerwehr vom Zusammenhalt und der gegenseitigen Unterstützung lebe, und sprach allen Kameradinnen und Kameraden seinen herzlichen Dank aus.
Dank des Gemeinderats
Im Namen des Gemeinderats richtete Sonja Wild ihren Dank an die Feuerwehr für die unzähligen ehrenamtlich geleisteten Einsatz- und Ausbildungsstunden: „Dieses Engagement ist alles andere als selbstverständlich.“ Zugleich hob sie die große Bedeutung der Nachwuchsgewinnung hervor: Die Zukunft der Feuerwehr hänge entscheidend davon ab, junge Menschen für dieses wichtige Ehrenamt zu begeistern.