09.02.2026 - 19:39 Uhr
Franz Fischer
Nr. 9280
101

Interessengemeinschaft spricht sich für Westtrasse durch den Brochenzeller Wald aus

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(Meckenbeuren) - Die Interessengemeinschaft zur „B30 neu“ positioniert sich klar gegen eine Osttrasse bei Meckenbeuren und befürwortet stattdessen eine Trassenführung durch den Brochenzeller Wald. Ziel sei eine wirksame Entlastung durch die Autobahn-Fernstraße aus Richtung Ulm über Ravensburg in den Bodenseeraum. „Dieses letzte Stück im Süden der Republik teilt sich bei uns in Richtung Ost und West am Bodensee entlang.“ 

In einer Pressemitteilung erklärt die Interessengemeinschaft, dass sich für Kau, Tettnang und Meckenbeuren eine spürbare Entlastung der bestehenden Verkehrssituation wünschen. Eine Reduzierung der Verkehrsbelastung sei nur durch eine Trassenführung möglich, die den Verkehr in beide Richtungen möglichst schnell abfließen lasse.

Eine akzeptable und zukunftsfähige Lösung für Menschen, Tiere, Pflanzen und Kosten sehe die Interessengemeinschaft in einer Westtrasse durch den Brochenzeller Wald. Viele Bürgerinnen und Bürger wünschten sich eine Variante, die auch für kommende Generationen das Wohnen und die Lebensqualität in Meckenbeuren sichere. Die zweispurige Westvariante mit Umgehung von Liebenau sei aus Sicht der Interessengemeinschaft die richtige Lösung.

Die Osttrasse hingegen würde als vierspurige Schnellstraße den Siedlungsraum zwischen Meckenbeuren, Tettnang und den südlichen Teilorten massiv zerschneiden. Zudem gingen große Flächen intensiv genutzter Landwirtschaft verloren. Aufgrund der sehr guten Bodenqualität und der klimatischen Voraussetzungen seien diese Flächen für die Nahrungsmittelproduktion besonders wertvoll. Einmal versiegelt, stünden sie der Ernährungssicherung künftiger Generationen unwiederbringlich nicht mehr zur Verfügung.

Darüber hinaus fordert die Interessengemeinschaft, die Umweltverträglichkeitsprüfungen, die zur Aufgabe der früheren Westtrasse geführt hätten, erneut kritisch zu überprüfen. Es sei für viele Bürger nicht nachvollziehbar, dass im Altdorfer Wald Windkraftanlagen in großem Umfang genehmigt würden, während die für Meckenbeuren aus Sicht der Interessengemeinschaft wichtige Westtrasse der B 30 abgelehnt werde.

Die Interessengemeinschaft „B30 neu“ spricht sich daher für eine sachliche und unabhängige Gegenüberstellung der Ost- und Westvariante aus. Ziel müsse ein ausgewogenes Ergebnis sein, das insbesondere die Belange der Landwirte und der betroffenen Bevölkerung berücksichtige. „Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen“, heißt es abschließend. Die vorliegenden Planungen für eine vierspurige Osttrasse würden für die Landwirtschaft sowie für die angrenzenden Ortsteile von Meckenbeuren, Tettnang und Kau erhebliche und nicht mehr rückgängig zu machende Belastungen bedeuten. Zudem werde die Gemeinde Meckenbeuren durch eine solche Baumaßnahme dauerhaft in ihrer weiteren Entwicklung eingeschränkt.


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