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21.08.2021    17:51 Uhr   -   von Franz Fischer   -   Nr. 7440   -   75

Parkplatz und Lkw stören Anwohner

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(Bad Waldsee) - Lärm, Gestank und Müll beklagen Anwohner am B 30-Parkplatz Fliederstraße auf der Ortsumfahrung Bad Waldsee. Am liebsten wäre es ihnen, wenn der Parkplatz geschlossen würde.

Seit Jahren bestehe eine unerträgliche Lärmbelästigung sowie unzumutbare hygienische Verhältnisse. Beinahe durchgehend stünden von Montag bis Freitag bis zu vier Lastwagen auf dem Parkplatz, die oft zwischen 3 und 6 Uhr wieder losfahren. Oft ließen sie den Motor oder das Kühlaggregat nachts eine halbe Stunde und länger laufen. Der Lärm sei selbst bei geschlossenen Fenstern zu hören. Das Ordnungsamt Bad Waldsee erließ auf dem Parkplatz bereits 2006 ein Halteverbot für Lkw von 20 bis 6 Uhr, das ignoriert werde. Die Anwohner wurden selbst gegen Lastwagenfahrer aktiv, in dem sie die Polizei riefen. Doch die Lkw-Fahrer können nicht vertrieben werden, wenn sie Pause machen, so die Polizei. Das sei nicht im Sinne der Anwohner.

Wie die Anwohner zudem schildern, werde der gesamte Parkplatz als Toilette benutzt. Die Geruchsbelästigung und die hygienische Gefährdung seien unverantwortbar. Es würden auch Abfälle und Flaschen über den Zaun geworfen.

An sich sei es für die Betroffenen unerklärlich und unverantwortlich, dass es überhaupt einen B 30-Parkplatz in solch unmittelbarer Nähe von zwei Wohnkomplexen mit 24 und 36 Wohnungen geben darf. Das es zu wenige Lkw-Parkplätze entlang der Bundesstraße gebe, sei keine Begründung. Es sollte Anlass geben eine größere Parkplatzanlage weg von den Wohngebieten zu schaffen.

Im Rathaus Bad Waldsee verweist man auf das Eigentum und die Baulast des Bundes, vertreten durch das Regierungspräsidium Tübingen. Das Regierungspräsidium Tübingen verweist auf die Zuständigkeit des Landratsamtes Ravensburg, das auf das von der Stadt Bad Waldsee angeordnete Halteverbot für Lkw von 20 bis 6 Uhr verweist. Da sich Lkw-Fahrer nicht daran halten, gab es auch schon eine Stellungnahme der höheren Verkehrsbehörde des Regierungspräsidiums Tübingen, in der eine geforderte komplette Sperrung des Parkplatzes abgelehnt wurde. Die Aufgabe des Landratsamtes als Straßenbetriebsdienst sei die Unterhaltung des Parkplatzes. Alleine die anfallende Müllmenge ist offenbar enorm: Die aufgestellten Müllbehälter werden dreimal wöchentlich geleert.

Die Anwohner des Parkplatzes haben eine Unterschriftenliste an mehrere Behörden geschickt und hoffen weiterhin auf eine Verbesserung der Situation vor Ort.


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