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03.03.2021    19:59 Uhr   -   von Franz Fischer   -   Nr. 7258   -   412

Wie die Kandidaten im Wahlkreis Biberach die B 30 verbessern wollen

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(Wahlkreis Biberach) - Die Wahlen zum 17. Landtag von Baden-Württemberg finden am 14. März 2021 statt. Wie positionieren sich Parteien und ihre Kandidatinnen und Kandidaten zum Themenbereich Verkehr? Die „Initiative B30“ hat nachgefragt.

 

Heute: Beschreiben Sie Ihre Positionen und Ziele zu Verbesserungen an der Bundesstraße 30: Was wurde in der ablaufenden Wahlperiode erreicht? Welche Maßnahmen müssen zukünftig durchgeführt werden?

 

Robert Wiest (Bündnis 90/Die Grünen)
Keine Antwort

 

Thomas Dörflinger (CDU)
Ein wesentlicher Fortschritt ist die Verkehrsfreigabe des letzten Abschnitts der B 30 Ortsumgehung Ravensburg bis Eschach im Dezember 2019. Erreicht wurde zudem, dass sich drei weitere B 30 Abschnitte in der Umsetzungskonzeption des Landes befinden: Als Maßnahme in Planung der Abschnitt Friedrichshafen (B 31) – Ravensburg/Eschach, die Ortsumfahrungen Gaisbeuren und Enzisreute mit Planungsbeginn bis 2025 und der Ausbau der B 30 Biberach (Jordanbad) – Hochdorf mit Planungsbeginn ab 2025. Entscheidend ist nun, dass das für die Umsetzung zuständige Land die Planungen mit vollem Einsatz weiter vorantreibt.

 

Volker Körner (AfD)
Leider kann ich Ihnen aktuell nicht auf all Ihre Fragen eine adäquate Antwort geben. Mit pauschalen und oberflächigen Floskeln zu antworten ist nicht meine Art und keinem wäre damit gedient.

 

Bettina Weinrich (SPD)
Die B 30 ist die Hauptschlagader für den Verkehr hier im Kreis Biberach. Der Streckenabschnitt von Laupheim-Nord bis Biberach-Süd ist vierspurig und gut ausgebaut. Kritischer wird es jedoch südlich von Biberach, dort mündet die B 30 in eine dreispurige Fahrbahn, ab Bad Waldsee sind es sogar nur noch zwei Spuren. Riskante Überholmanöver kommen dort sehr häufig vor, was kritisch zu sehen ist. Auch stockender Verkehr und Rückstaus durch den Berufsverkehr sind ein großes Problem. Seit Jahren wird angestrebt, den Abschnitt zwischen Biberach und Hochdorf vierspurig auszubauen, und obwohl im Bundesverkehrswegeplan 2030 diese Maßnahme seit 2016 höchste Priorität besitzt, wurde noch immer nicht mit dem Bau begonnen. Weder die grün-schwarze Landesregierung, noch Herr Dörflinger, MdL, haben in den letzten 4 Jahren da etwas erreicht. Getreu dem Motto „Das wichtige jetzt“ möchte ich dafür kämpfen, dass der Stillstand aufhört und mit den Planungen für den Ausbau begonnen werden kann.

 

Hildegard Ostermeyer (FDP)
Für die Bürger/innen der Stadt Biberach wird der Anschluss an die Nordwestumfahrung eine deutliche Entlastung des Innenstadtverkehrs bedeuten. Mit der Realisierung des Tunnels werden die ökologischen Gesichtspunkte und die Belange der Bürger/innen der Gemeinde Mettenberg berücksichtigt. Ein Vorhaben das meine volle Zustimmung findet. Ich werde mich, überall dort wo es die Gelegenheit gibt, für die Umgehungen von Gaisbeuren und Enzisreute einsetzen. Ich kenne die Situation der B 30 sehr gut. Die Unfallgefahren durch Überholen auf schlecht einsehbaren Straßenabschnitten sind mir bekannt und ebenfalls die Lärm-, Abgas- und Umweltbelastung der Bürger/innen in den Gemeinden, durch die die B 30 verläuft. Die einzige Möglichkeit sehe ich darin, Druck im zuständigen Verkehrsministerium zu machen, damit möglichst schnell Mitarbeiter/innen für die Planung und Umsetzung in den Behörden eingestellt werden. So könnten Planungen schneller erfolgen, Mittel vom Bund abgerufen und die Vorhaben umgesetzt werden.

Außerdem drängen wir Liberalen energisch darauf, den Generalverkehrsplan des Landes aus dem Jahr 2010 möglichst zeitnah zu aktualisieren.

 

Ralph Heidenreich (Die Linke)
An der B 30 wurde in der vergangenen Legislatur meines Wissens im Kreis Biberach nichts wesentliches geändert. Das wird auch so bleiben. Die einzigen politisch und rechtlich durchsetzbaren Maßnahmen sind solche zur Entschärfung von Unfallschwerpunkten und zum Aufbau einer Infrastruktur für die Elektromobilität. Indirekt kann der durch die Elektrifizierung der Südbahn mögliche Bau neuer Bahnhalte zu einer Entlastung der B 30 beitragen.

 

Der Wahlkreis Biberach
Der Wahlkreis Biberach (Wahlkreis 66) ist ein Landtagswahlkreis im Südosten von Baden-Württemberg. Er umfasst die Gemeinden Achstetten, Alleshausen, Allmannsweiler, Altheim, Attenweiler, Bad Buchau, Bad Schussenried, Betzenweiler, Biberach an der Riß, Burgrieden, Dürmentingen, Dürnau, Eberhardzell, Erlenmoos, Ertingen, Gutenzell-Hürbel, Hochdorf, Ingoldingen, Kanzach, Langenenslingen, Laupheim, Maselheim, Mietingen, Mittelbiberach, Moosburg, Ochsenhausen, Oggelshausen, Riedlingen, Schemmerhofen, Schwendi, Seekirch, Steinhausen an der Rottum, Tiefenbach, Ummendorf, Unlingen, Uttenweiler, Wain und Warthausen aus dem Landkreis Biberach.


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