05.09.2012 - 23:59 Uhr
Franz Fischer
Nr. 3751
638

Viele Verkehrstote nicht angeschnallt

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(Landkreis Ravensburg) - 13 Menschen sind in diesem Jahr bis Ende Juli bei Unfällen auf den Straßen im Landkreis Ravensburg ums Leben gekommen. Vier Leben hätten vermutlich gerettet werden können, wären sie angeschnallt gewesen.

Fünf der Unfallopfer sind auf Motorrädern oder ähnlichem unterwegs gewesen. Acht Menschen waren im Auto unterwegs. "Mindestens die Hälfte davon war nicht angeschnallt", sagt Klaus Blaser, Pressesprecher der Polizeidirektion Ravensburg.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Getöteten um zwei gesunken. Die Zahl der Unfälle insgesamt ist im Landkreis aber um sieben Prozent auf 4.334 leicht angestiegen. Personen sind bei etwa 610 Unfällen zu Schaden gekommen, im Vorjahr waren es rund 630.

Schwere Unfälle passieren besonders häufig auf Bundes- und Landesstraßen mit hohem Verkehrsaufkommen. Autobahnen, so Blaser, seien als solche aufgrund ihrer Bauart nicht so gefährlich. So ist es auch im Landkreis Ravensburg. Besonders viele Unfälle haben sich auf der B 32, B 30, L 318 und L 314 ereignet.

Die Bundesstraße 32 führt im Landkreis Ravensburg von Wangen über Ravensburg, Altshausen nach Bad Saulgau. Auf der gesamten Strecke kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Der Teil von Blitzenreute über Vorsee nach Altshausen, der eng und zweispurig verläuft, ist eine Gefahrenzone.

Die B 30 verbindet den Großraum Ulm mit dem Bodensee und führt an den Städten Laupheim, Biberach an der Riß, Bad Waldsee, Weingarten und Ravensburg vorbei bis nach Friedrichshafen. Viele Unfälle ereignen sich im Waldstück vom Egelsee bis südlich von Enzisreute. Im weiteren Verlauf bis zur Kreisgrenze nördlich von Englerts kommt es an diversen Orten immer wieder zu Unfällen.

Zwischen Isny und Leutkirch verläuft die Landesstraße 318. Die Landesstraße 314 verläuft von Baienfurt über Bergatreute nach Bad Wurzach. Pressesprecher Blaser kann für diese Strecken keinen genauen Unfallschwerpunkt nennen, da es an vielen Orten immer wieder zu Unfällen kommt. Die Gründe für diese Unfälle, so Blaser, seien oft individuelle Fahrfehler auf vielbefahrenen Strecken.

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