keine Bewertungen

14.11.2021    19:13 Uhr   -   von Franz Fischer   -   Nr. 7550   -   67

Streit um Bushaltestelle kostete 85.000 Euro

Bild

(Hamburg) - Am 9. November stellte der Bund der Steuerzahler sein 49. Schwarzbuch mit Steuergeldverschwendungsfälle in ganz Deutschland vor. Auch in der Ausgabe 2021/22 werden unnötige Ausgaben im Verkehrsbereich beklagt, wie in Hamburg-Eimsbüttel.

Die Beschleunigung des Busverkehrs ist der Stadt Hamburg ein großes Anliegen. Dabei schreckt sie vor Baumfällungen und Lärmbelästigung der Anwohner nicht zurück.

Fast vier Jahre stritten sich die Bewohner eines Hauses in Hamburg-Eimsbüttel mit der Stadt um die Verlegung einer Bushaltestelle. Die Stadt wollte die Haltestelle direkt neben ein Haus in der Unnastraße setzen, um den Busverkehr um 50 Sekunden zu beschleunigen. Dazu wurden Bäume gefällt und eine Haltebucht eingerichtet. Da spielten die Anwohner nicht mit. Das Verwaltungsgericht verhängte einen einstweiligen Baustopp und verlangte ein Lärmgutachten. Denn die Stadt kümmerte sich nicht um den Lärmschutz der Anwohner. Die neu eingerichtete Bushaltestelle musste entfernt werden.

Den Steuerzahler kostet das Hin und Her mehr als 250.000 Euro. Allein für die beklagte Haltestelle wurden 80.000 Euro fällig. Die Gerichtskosten schlugen mit 5.000 Euro zu Buche.


  0 Kommentare

Kommentar schreiben