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12.07.2020    19:55 Uhr   -   von Franz Fischer   -   Nr. 7041   -   327

Diskussion um Altdorfer Wald geht in die nächste Runde

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(Landkreis Ravensburg) - Soll der Altdorfer Wald unter Schutz gestellt werden? Über diese Frage diskutierte der Kreistag Ravensburg am Donnerstag knapp drei Stunden lang.

Kern der Debatte ist ein geplanter Kiesabbau bei Vogt zu verhindern. Der Verein „Natur- und Kulturlandschaft Altdorfer Wald“ startete eine Petition mit der Forderung, den kompletten Altdorfer Wald als Landschaftsschutzgebiet auszuweisen. Mehr als 13.100 Bürgerinnen und Bürger unterstützen die Petition. Neben der Verhinderung des Kiesabbaues wollen sie das Grundwasser und die Landschaft schützen.

Ein Landschaftsschutzgebiet würde einen möglichen Kiesabbau aber nicht per se verhindern. Auch der Vorschlag der Kreistagsfraktion der Grünen und ÖDP den Altdorfer Wald zum Biosphärenreservat zu erklären, würde Kiesabbaugebiete nicht gänzlich ausschließen. Landrat Harald Sievers schlug deshalb vor zu überlegen, den Altdorfer Wald als regionalen Grünzug auszuweisen. Hierzu seien auch keine umfangreichen und langwierigen Untersuchungen notwendig. Weiter besprochen wurde diese Idee aber nicht.

Die Grünen, ÖDP und SPD begrüßten eine Unterschutzstellung des Altdorfer Waldes. Prinzipiell ist dies für alle Fraktionen eine gute Sache. Problematisch sehen viele Kreisräte aber die Frage, inwieweit ein Schutzstatus für den Altdorfer Wald Auswirkungen auf die Kommunen im betreffenden Gebiet hat. Sie beauftragten die Kreisverwaltung mit den Grundstückseigentümern im Altdorfer Wald, vor allem der Forstverwaltung des Landes, über deren Zielvorstellungen zu sprechen. Ebensolche Gespräche soll es mit den Gemeinden und Institutionen geben. Mit dem Grundwasserschutz soll es indessen schneller vorangehen: Die Kreisverwaltung wurde beauftragt die geplante Vergrößerung des Wasserschutzgebietes Weißenbronnen rasch umzusetzen.


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