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13.03.2019    19:32 Uhr   -   von Franz Fischer   -   Nr. 6549   -   83

Polizei stellt Verkehrsunfallbilanz 2018 vor

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(Konstanz) - Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Auch gab es weniger Unfalltote. Doch Zweiradfahrer sind weiterhin besonders gefährdet. Das sind die wesentlichen Aussagen zur Verkehrsunfallbilanz 2018 für den Bereich des Polizeipräsidiums Konstanz.

2018 ist die Zahl der polizeilich registrierten Verkehrsunfälle in den Landkreisen Ravensburg, Sigmaringen, dem Bodenseekreis und Konstanz zuzüglich der Autobahn 81 bis zur Autobahnanschlussstelle Geisingen leicht um vier Prozent gesunken. Insgesamt bearbeitete die Polizei 24.848 Verkehrsunfälle - 1.031 Unfälle weniger als 2017.

Diese positive Entwicklung findet auch ihren Niederschlag bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden, die um nahezu zwei Prozent auf 3.661 Fälle zurückgegangen sind. Besonders erfreulich ist der deutliche Rückgang um über 36 Prozent bei den Unfällen mit tödlichem Ausgang. Doch verstarben immer noch 37 Personen. Ein leichter Rückgang ist auch bei den leicht und schwer verletzten Personen festzustellen. Deren Anzahl verringerte sich um 2,1 bzw. 1,8 Prozent.

Die jedoch immer noch hohe Zahl von 205 schwer verletzten und 470 leicht verletzten motorisierten Zweiradfahrern nimmt das Polizeipräsidium Konstanz zum Anlass, weiterhin mit geeigneten Maßnahmen entgegenzusteuern.

Die Unfallursache "Alkohol" ging gegenüber 2017 (411) mit 392 Fällen im Jahr 2018 um 4,6% zurück. Ebenso sank die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden hier um 7,1%. Bei Alkoholunfälle kamen drei (5) Personen ums Leben, 55 (68) wurden schwer und 151 (157) leicht verletzt. Unfälle unter Drogeneinwirkung nahmen jedoch von 28 auf 31 zu.

Große Sorge bereitet der Polizei die seit Jahren kontinuierliche Zunahme von Fahrrad- bzw. Pedelecunfälle. So habe sich die Anzahl diese Unfälle im Vergleich zum Vorjahr um 136 auf 1.339 erhöht, was einem Anstieg um 7,1 Prozent entspricht. Im vergangenen Jahr kamen 10 (9) Radfahrer zu Tode, 285 (268) wurden schwer und 1.071 (939) leicht verletzt. Neben dem Umstand, dass die Bodenseeregion bei Radfahrern sehr beliebt sei, dürfte laut Polizei der kontinuierliche Anstieg der Unfallzahlen bei Radfahrern auch darin begründet liegen, dass das Fahrrad bzw. Pedelec als alternatives Verkehrsmittel immer mehr an Bedeutung gewinne. Unerfreulich ist die Unfallentwicklung auch bei Fußgängern. Hier haben die Unfälle von 290 auf 327 zugenommen.

Das verstärkte zu Fußgehen und Radfahren wird aktiv vom Land gefördert und findet nun vermehrt Niederschlag in der Unfallentwicklung.


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