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27.02.2009    23:59 Uhr   -   von Franz Fischer   -   Nr. 2101   -   260

Wo bleiben die Protestaktionen?

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(Ravensburg) - Zur erneuten Verschiebung des Baubeginns der B 30 Süd erreicht die Schwäbische Zeitung von einem ehemaligen Gemeinderat folgender Leserbrief:

"Ist jemand von dieser Aussage überrascht? Ich habe nichts anderes erwartet. Diesen Satz höre ich jetzt schon seit mehr als 20 Jahren. Mein Vorwurf vom vergangenen Jahr, dass die Bundes- und Landtagsabgeordneten aus unserem Wahlkreis viel zu brav sind und sich nicht durchsetzen können, hat sich jetzt voll bestätigt. Nicht mal im Konjunkturprogramm gibt es Geld für die B 30 Süd, viel weniger dann im normalen Investitionsprogramm. Herr Köberle hat ja noch nicht mal den Baubeginn 2010 im Auge, er vertröstet uns auf die Einführung einer Pkw-Maut. Dabei bräuchte er sich nur dafür einsetzen, dass endlich ein größerer Teil der Lkw-Maut für den Straßenbau eingesetzt würde und nicht für hundert andere Posten.

Letztes Jahr hat August Schuler groß in der Presse getönt "wir lassen uns eine weitere Verschiebung der B 30 Süd nicht gefallen, wir werden uns mit Protestaktionen dagegen wehren". Im Frühherbst habe ich Herrn Schuler vorgeworfen, wo seine Protestaktionen bleiben, denn bis dorthin hatte sich absolut nichts getan. So ist es auch bis heute ohne jede Aktion geblieben, still ruht der See. Wie man etwas erreichen kann, haben uns die Herbertinger vorgemacht, indem sie laut Presse immer wieder durch Aktionen den Verkehr behindert haben und die Umfahrung von Herbertingen durchgesetzt haben. Was auch einzelne hartnäckige Abgeordnete erreichen können hat uns Herr Locherer aus Amtzell bei Geiselharz gezeigt.

In einer meiner letzten Sitzungen als Gemeinderat mit den verantwortlichen Personen für den Neubau der B 30 Süd und etlicher Prominenz, in der man uns wieder mal zugesagt hat, dass die B 30 Süd 2009/2010 fertig wäre, habe ich, verärgert über die laufenden Verschiebungen geantwortet, dass ich an solche Aussagen schon lange den Glauben verloren habe, ich würde damit rechnen, dass man bis dahin noch nicht mal mit dem Bau begonnen habe. Man hat mich dann ausgelacht, aber eine Wette ist mit mir auch niemand eingegangen."

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