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(Meckenbeuren) - Das Ziel ist erreicht, eine Mitteltrasse für den Neubau der Bundesstraße 30 bei Meckenbeuren verhindert. Anfang des Jahres fiel die Entscheidung des für die Planung zuständigen Regierungspräsidiums Tübingen auf die Osttrasse.

Beim letzten Treffen in Juni 2019 stellte das Aktionsbündnis seinen Fortbestand zur Diskussion. Über die Auflösung soll nun die Gesamtversammlung abstimmen, die voraussichtlich im dritten oder vierten Quartal 2019 über die Bühne geht.

Das Aktionsbündnis hat sich am 29. Dezember 2014 in Kehlen gegründet. Ziel war den Widerstand von Bürgern, Vereinen und Initiativen gegen die Planung einer Mitteltrasse bei Meckenbeuren zu bündeln. 38 Punkte wurden in einem Positionspapier zusammengefasst, die gegen den Korridor Mitte verwendet wurden. Am 28. Januar 2005 erlebte Meckenbeuren den ersten Traktorkorso zum Rathaus, der in die Übergabe von 2.260 Unterschriften mündete. Es folgten Trassenbegehungen mit Politikern und Sommeraktionen, bei denen die Schönheit und Bedeutung der heimatlichen Gefilde verdeutlicht wurde.

Inzwischen hat sich auch die Facebookseite des Aktionsbündnisses gewandelt. Nun spricht man sich dort gegen die Osttrasse, jedoch für die Westtrasse aus.

20.07.2019    20:25 Uhr

Infostände gegen Ostumfahrung

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(Meckenbeuren / Tettnang) - Mit Infostände machen Wiltrud Lehle und Daniel Funke weiter gegen eine B 30-Ostumfahrung für Meckenbeuren mobil. Zunächst in Tettnang und am Samstag in Meckenbeuren.

Das Regierungspräsidium Tübingen habe bisher zu wenig informiert. Diese Sicht vertritt die Interessengemeinschaft B 30, die sich gegen die Ost-Trasse stemmt. Um die Trassenentscheidung zu ändern war sie am Samstag zusammen mit der Aktionsgemeinschaft von Walchesreute-Kau beim KIM-Center vertreten.

Es sei wichtig, dass sich möglichst viele Bürger informieren können und so besser ihre eigene Position finden. Im Vordergrund standen ihre Argumente gegen eine Ostumfahrung: Die Osttrasse sei sieben Kilometer länger, zerstöre ausgedehnte landwirtschaftliche Flächen mit Sonderkulturen, gefährde die Existenz von Landwirten und belaste viel mehr Menschen mit Lärm und Abgasen als die Variante West. Sie prognostizieren, dass sich bei der Osttrasse in den nächsten 15 bis 20 Jahren neue Planungskosten, Gutachten und Rechtsunsicherheiten auftun.

Mit Überzeugungskraft, Engagement und demokratischen Rechten wollen sie den möglichst schnellen Bau der Westumfahrung durchsetzen. Einerseits wären von der Westtrasse weniger Bürger betroffen und andererseits könne für die belasteten Bürger von Brochenzell eine Deckelung der Trasse erfolgen. Betroffene Tiere könnten umgesiedelt werden.

Mittels Unterschriftenliste sollen das Regierungspräsidium und das Bundesverkehrsministerium überzeugt werden, den Weg der Ausnahmeregelung nach Paragraf 45 des Bundesnaturschutzgesetzes zu gehen.


Stand: 21. Juli 2019 - 15:42 Uhr